In einem großen Interview mit RTL.hr sprach der Schauspieler Amar Bukvić über sein neuestes internationales Projekt, das skandinavische Kriegsdrama 'Wert des Lebens', das nach seiner regionalen Premiere beim Sarajevo Film Festival auch auf der Plattform Voyo erschienen ist. Er verriet Details über die Rolle, die er ohne Vorsprechen bekam, die Herausforderungen, einen moralisch fragwürdigen Charakter zu spielen, und die unermessliche Unterstützung, die ihm seine Frau Alma bietet.
Wie kam es zu dem Engagement in dieser Serie? Bukvić erzählte, dass seine Agentin aus Belgrad ihn vorgeschlagen hatte. Nach mehreren Auswahlrunden wurde ihm eine Rolle angeboten, für die er ursprünglich nicht einmal beim Casting war. "Für einen Schauspieler ist es immer besonders interessant, wenn sich zeigt, dass man dich in einer völlig anderen Rolle gesehen hat als der, für die du ursprünglich in Betracht gezogen wurdest", erklärte er.
Der innere Kampf eines Mannes auf der falschen Seite der Geschichte
In der Serie 'Wert des Lebens' spielt Bukvić Tomislav, einen Mann, der sich im Kriegswirbel auf der falschen Seite der Geschichte wiederfindet. "Ich spiele Tomislav, einen Mann, der sich im Wirbel des Krieges, vor allem im menschlichen Sinne, auf der falschen Seite der Geschichte wiederfand", sagte der Schauspieler gegenüber RTL.hr. Er gab zu, dass er als Schauspieler immer versucht hat, die Handlungen seiner Figur zu verstehen und zu rechtfertigen, indem er nach der Antwort auf die Frage suchte, was ihn dazu gebracht hat, die Grenze der Menschlichkeit zu überschreiten und moralische Prinzipien zu missachten.
Dieser innere Kampf war für ihn ein äußerst interessanter Ausgangspunkt beim Aufbau der Figur. Die Dreharbeiten fanden in der Slowakei und in Litauen statt, und die Atmosphäre am Set beschrieb er als ausgezeichnet, trotz des anspruchsvollen Themas. Besonders hervor hob er das großartige Duo aus Regisseur Ahmed Abdullahi und Kameramann Johan Hanu, die eine hervorragende Vorbereitung geleistet haben, was zu einer seiner besten Erfahrungen am Set führte.
Ohne Almas Unterstützung könnte er diesen Job nicht machen
In Bezug auf sein Privatleben betonte Bukvić besonders die Bedeutung der Unterstützung seiner Frau Alma. "Ich glaube, dass kein Job ohne die Unterstützung der Familie richtig gemacht werden kann, und schon gar nicht unserer, der oft Abwesenheiten und einen unvorhersehbaren Zeitplan mit sich bringt", erklärte er. Er fügte hinzu, dass ihm Almas Unterstützung unermesslich viel bedeutet und dass sie genau die Person ist, von der er immer das ehrlichste Urteil bekommt, ohne Beschönigung.
Er äußerte sich auch zur aktuellen Sommerpause der Dreharbeiten zur Serie 'Wilde Bienen', in der er die komplexe Figur Toma Domazet spielt. "Das Team fehlt mir wirklich, denn nach fast einem Jahr Dreharbeiten sind wir zu einer kleinen Familie geworden", gab er zu. In die Rolle des Toma Domazet, so sagte er, sei es nicht einfach gewesen, hineinzufinden, aber gerade wegen dieser Komplexität sei sie eine der interessantesten Figuren gewesen, die er vor der Kamera aufgebaut habe.
Von 'Bibas Welt' bis Sizilien mit Freunden
Das Publikum erinnert sich, wie er selbst sagt, am meisten an seine Rollen als Milivoj aus 'Bibas Welt' und Vilko aus 'Stolz der Ratkajs', und er hofft, dass sich bald auch Toma Domazet dazugesellen wird. Die Zurufe von Passanten auf der Straße nimmt er mit einem Lächeln entgegen. "Es gibt immer Zurufe, aber sie sind meist wohlwollend und sympathisch. Für uns Schauspieler ist das eigentlich eine Freude, denn es ist eine Bestätigung, dass die Leute die Serie schauen und unsere Arbeit verfolgen", sagte er.
In diesem Jahr gelang ihm endlich auch eine lange geplante Reise mit seinen Kollegen von der Akademie, Filip Juričić und Ivan Glowatzky. "Wir sind seit der Akademie gute Freunde, und das letzte Mal sind wir vor fast zwanzig Jahren zusammen gereist", verriet er. Als große Fans des Films 'Der Pate' fuhren sie nach Sizilien und besuchten fast alle Drehorte des Films.
Was den Sommer betrifft, wählt die Familie Bukvić traditionell kroatische Reiseziele. "Im Sommer gehen wir immer nach Brač und Makarska", sagte er. Für einen perfekten Tag reichen ihm etwas Schatten, Meer, guter Fisch, Schlafen und Lesen, mit der wichtigsten Bedingung, dass es allen seinen Lieben gut geht und sie zusammen sind.