Die Sängerin Andrea Šušnjara gab ein äußerst offenes Interview im Videoformat "5 Minutes Left", in dem sie ohne Zurückhaltung über ihre schwierige Kindheit sprach. Auf die Frage, ob sie, wenn sie wählen könnte, wieder dieselbe Familie wählen würde, antwortete sie kurz: "Nein, würde ich nicht."
Dysfunktionale Familie und Kampf von Anfang an
Šušnjara erklärte daraufhin die Gründe für ihre Antwort und offenbarte die schwierigen Umstände, unter denen sie aufwuchs. "Ich komme aus einer dysfunktionalen Familie, daher hatte ich von Anfang an geringere Chancen auf Erfolg und musste viel schwerere Dinge durchmachen als die meisten meiner Altersgenossen", erzählte sie. Als Schlüsselmomente hob sie die Scheidung ihrer Eltern sowie die unermessliche Bedeutung ihrer Großmutter hervor. "Von der Scheidung meiner Eltern bis hin zu der Tatsache, dass ich ohne meine Großmutter vielleicht heute nicht da wäre, wo ich bin", fügte sie hinzu.
Aufwachsen ohne väterliche Autorität
Die Sängerin erinnerte sich auch an die Zeit des Aufwachsens, in der nur die engste weibliche Familie an ihrer Seite war. "Es ist kein Geheimnis, ich bin ohne Vater aufgewachsen und hatte diese Autorität nicht in meinem Leben. Wir waren nur ich, meine Mutter und meine Großmutter", sagte Šušnjara. Trotz vieler schwerer Momente glaubt sie, dass genau diese Erfahrung sie zu der Person geformt hat, die sie heute ist.
Eine Erfahrung, die eine Kämpferin formte
"Aber auch das hat mich zu einer Kämpferin und einer stärkeren Person gemacht. Dank allem, was ich durchgemacht habe, bin ich eine starke Person und habe viel schlimmere Dinge erlebt als das, was mir als Kind widerfahren ist", sagte sie. Im Laufe der Jahre, betont sie, habe sie viel an sich gearbeitet und es geschafft, Beziehungen aus der Vergangenheit zu heilen.
"Ich bin viele Jahre alt, ich habe im Leben gelernt, Balance zu halten, anderen zu vergeben und, am wichtigsten, mir selbst zu vergeben. Deshalb kann ich sagen, dass ich mit allen in guten Beziehungen stehe. Ich habe keine Feinde, keine Menschen, die ich nicht mag oder die mich nicht mögen, soweit ich weiß. Das habe ich alles irgendwie gelöst, ich habe viel an mir gearbeitet und bin zufrieden damit, wo ich jetzt bin", schloss die Sängerin gegenüber Klix.ba.