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Ex-Mossad-Chef: Israels Spione 'umkreisten' Fordow

Yossi Cohen, der den Mossad von 2015 bis 2021 leitete, enthüllte, dass Agenten die unterirdische Anlage mehrfach besuchten, um sie besser kennenzulernen. Die amerikanische Bombardierung Fordows im Jahr 2025 nannte er 'die Erfüllung all meiner Träume'.

Foto: Telegram
Kurz gesagt
  • Der ehemalige Mossad-Chef Yossi Cohen enthüllte, dass israelische Spione die iranische Nuklearanlage Fordow mehrfach besuchten.
  • Die amerikanische Bombardierung Fordows im Jahr 2025 nannte er 'die Erfüllung all meiner Träume'.
  • Cohen schätzte ein, dass das auf 60 % angereicherte iranische Uran nicht für die Herstellung einer Atombombe ausreicht.
  • Sein Name wurde mit der Ermordung des iranischen Atomwissenschaftlers Mohsen Fakhrizadeh im Jahr 2020 in Verbindung gebracht.

Der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Yossi Cohen, erklärte am Dienstag, dass dessen Angehörige in der Vergangenheit "viele Male" die iranische unterirdische Nuklearanlage Fordow besucht hätten, mit dem Ziel, den Standort im Detail kennenzulernen. Diese Enthüllung wirft ein neues Licht auf das Ausmaß der israelischen Geheimdienstoperationen gegen das iranische Atomprogramm, das jahrelang ein Brennpunkt der Spannungen zwischen den beiden Ländern war.

"Wir haben die Nuklearanlage Fordow viele Male umkreist, um den Standort zu verstehen", sagte Cohen auf einer Konferenz lokaler Behörden am 11. August 2026, wie israelische Medien berichteten. Er wollte jedoch nicht ins Detail gehen, wann genau diese Besuche stattfanden oder wer sie durchführte.

Erfüllung eines Traums und weitreichende Bedrohung

Cohen, der von 2015 bis 2021 an der Spitze des Mossad stand, äußerte sich auch zur amerikanischen Bombardierung Fordows während des kurzen Krieges im Juni 2025. "Die Bombardierung dieser Anlage durch die Amerikaner war die Erfüllung all meiner Träume", zitierten ihn israelische Medien. In derselben Ansprache schätzte Cohen ein, dass das iranische Uran, das auf 60 Prozent angereichert wurde, "noch weit von einer Bombe entfernt" sei.

Israel startete im Juni 2025 einen Krieg gegen den Iran mit dem Ziel, dessen Atom- und Raketenprogramm zu schwächen, das es als "existenzielle Bedrohung" bezeichnete. Während des zwölftägigen Konflikts schlossen sich die US-Streitkräfte kurzzeitig Israel an und bombardierten mit ihren fortschrittlichen Flugzeugen drei iranische Nuklearanlagen: Fordow, Natanz und Isfahan. Teheran hat konsequent bestritten, Atomwaffen herstellen zu wollen.

Netanjahu nahe und mit dem Mord an einem Wissenschaftler verbunden

Cohen, der dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu nahesteht, spielte eine herausragende Rolle bei den Normalisierungsabkommen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Marokko, unter Vermittlung der USA. Auch der Sudan unterzeichnete die Abraham-Abkommen, ratifizierte oder implementierte sie jedoch aufgrund des späteren Krieges nie.

Sein Name wurde auch mit der Ermordung des führenden iranischen Atomwissenschaftlers Mohsen Fakhrizadeh im Jahr 2020 in Verbindung gebracht, obwohl Israel diesen Vorfall nie offiziell kommentierte. Nach dem Ende seiner Amtszeit an der Spitze des Mossad blieb Cohen in der Öffentlichkeit, gab häufige Interviews in israelischen Medien und deutete mehrfach einen möglichen Eintritt in die Politik an, was bisher jedoch nicht geschah.

Häufige Fragen
Was hat der ehemalige Mossad-Chef über die iranische Nuklearanlage enthüllt? +
Yossi Cohen erklärte, dass Mossad-Agenten die unterirdische Nuklearanlage Fordow im Iran 'viele Male' besucht hätten, um sie besser kennenzulernen.
Wie kommentierte Cohen die amerikanische Bombardierung Fordows? +
Die amerikanische Bombardierung Fordows im Jahr 2025 nannte er 'die Erfüllung all meiner Träume'.
Welche Rolle spielte Yossi Cohen bei der Normalisierung der Beziehungen Israels zu arabischen Ländern? +
Als Mossad-Chef spielte er eine Schlüsselrolle bei den Abraham-Abkommen, durch die die Beziehungen Israels zu den VAE, Bahrain und Marokko normalisiert wurden.
Wie ist der aktuelle Stand des iranischen Atomprogramms laut Cohen? +
Cohen erklärte, dass das iranische Uran auf 60 Prozent angereichert sei, aber noch 'weit von einer Bombe entfernt' sei.

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