Die SDP-Stadträtin Anita Bonačić Obradović hat heute eine neue Mitteilung veröffentlicht, in der sie Bürgermeister Mato Franković aufforderte, nach neun Jahren an der Macht weniger über politische Punkte zu reden und mehr auf Fragen zu unerfüllten Versprechen bezüglich der Deponie Grabovica zu antworten. Sie reagierte damit auf die gestrige Mitteilung des Bürgermeisters über Grabovica, wie Dubrovniknet berichtet.
Bonačić Obradović listete in der Mitteilung, die Dubrovnik Insider übermittelt, alle Fristen für die Schließung von Grabovica auf, die verpasst wurden: Die erste war 2018, dann 2020, dann 2021, danach "spätestens im Laufe von 2022", dann Ende 2025, und jetzt spricht man bereits über das Jahr 2027.
Fünfmal versprochen, fünfmal nicht gehalten
"Neun Jahre an der Macht. Fünf verpasste Fristen. Unzählige Versprechen, dass Grabovica geschlossen wird", sagte die Stadträtin und fügte hinzu: "Und ich sammle politische Punkte?"
Sie betonte besonders, dass Grabovica bereits vor acht Jahren hätte geschlossen werden müssen und danach vier weitere Fristen zur Schließung erhalten habe, doch die Deponie ist auch heute noch geöffnet.
"Das Problem ist derjenige, der fünfmal versprochen hat, sie zu schließen, und fünfmal sein eigenes Versprechen nicht gehalten hat."
Warnung vor Grundwasserverschmutzung und Verbindung zur Ombla
Bonačić Obradović betonte, dass während der Amtszeit des Bürgermeisters offizielle Analysen stark verschmutztes Grundwasser unter Grabovica gezeigt hätten, und dass er die gesamte Debatte auf ihre "politischen Punkte" reduziere, anstatt auf Fragen zu antworten, was sich in diesem Wasser befinde und wie weit die Verschmutzung reiche.
Sie fügte hinzu, dass durch Trassierung die hydrologische Verbindung zwischen Grabovica und dem Fluss Ombla nachgewiesen wurde, und die Deponie trotz aller Versprechen weiterhin geöffnet ist.
"Und das Problem wird derjenige sein, der, falls eines Tages festgestellt wird, dass diese Verschmutzung die Ombla erreicht hat, als Bürgermeister in Erinnerung bleiben wird, der neun Jahre lang davon wusste und zugelassen hat, dass es passiert."
Antwort auf Vorwürfe der "Einschüchterung der Bürger"
Die Stadträtin ging auch auf Behauptungen ein, sie "schüchtere die Bürger ein", und sagte, dass nicht die Stadträtin, die offizielle Ergebnisse veröffentlicht und Fragen gestellt habe, die Bürger einschüchtere, sondern die Tatsache, dass Grabovica auch nach neun Jahren und fünf verpassten Fristen nicht geschlossen sei.
"Und besonders beunruhigen sollte sie, wenn der Bürgermeister auf konkrete Fragen zu Grundwasser, PFAS, Aktivkohle und neun Jahren unerfüllter Fristen mit einer Geschichte über 'politische Punkte' antwortet", schloss Bonačić Obradović.
Zum Schluss sagte sie zum Bürgermeister: "Also, Herr Bürgermeister, weniger Gerede über meine politischen Punkte, sondern mehr Antworten auf Ihre unerfüllten Versprechen."