Die Ankündigungen zur Erhöhung der Veteranenrenten wurden der Öffentlichkeit mit beeindruckenden Zahlen und Millionenbeträgen präsentiert, doch Robert Čulina weist in seinem Beitrag auf dem Portal Nacionalno Plus darauf hin, dass die Realität deutlich bescheidener ist. Während die Behörden die im Haushalt gesicherten 88 Millionen Euro hervorheben, zeigt die konkrete Rechnung, dass die durchschnittliche Erhöhung pro Rentner nur 36 Euro monatlich beträgt.
"Wenn die Behörden vor den Kameras verkünden, dass im Haushalt achtundachtzig Millionen Euro für Veteranenrenten bereitgestellt wurden, wird in der Öffentlichkeit bewusst der Eindruck erweckt, dass hier mit vollen Händen verteilt wird", so Čulina in seinem Beitrag. "Wenn man jedoch diesen Gesamtbetrag auf die zweihunderteintausend Rentner aufteilt, die ihn erhalten sollen, ergibt sich ein nackter und ernüchternder Durchschnitt von nur sechsunddreißig Euro monatlich."
Hinter 76 Prozent verbirgt sich eine statistische Täuschung
Čulina problematisiert besonders die Behauptung, dass die Änderungen sogar 76 Prozent der Veteranenpopulation erfassen würden. Wenn 201.000 Menschen 76 Prozent ausmachen, führt einfache Mathematik zu dem Schluss, dass es in Kroatien nur 264.000 Veteranen gibt. "Es stellt sich die Frage, wo in dieser Rechnung die übrigen zweihundertvierzigtausend Menschen geblieben sind, wenn das offizielle Register über eine halbe Million eingetragener Namen enthält", betont Čulina.
Die Erklärung liegt in der Art und Weise, wie Statistik verwendet wird. "Das System verbindet hier bewusst Begriffe und nutzt Statistik, um schreckliche Tatsachen zu verschleiern", warnt Čulina. Die zweihunderteintausend Leistungsempfänger machen nicht 76 Prozent der gesamten Veteranenpopulation aus, sondern nur 76 Prozent derjenigen, die heute noch leben und bereits in Rente sind.
Ein Viertel der Veteranen hat die Rente nicht erlebt
Seit Kriegsende sind über 125.000 Veteranen verstorben. "Das ist ein Viertel der gesamten Population, die durch Kriegsstress, schwere Krankheiten und Suizide dahingerafft wurde und die weder ihre Altersrente noch diese Gesetzesänderungen erlebt hat", so Čulina. Viele von ihnen hinterließen Familien, die Hinterbliebenenrenten erhalten, doch diese Beträge sind oft eingefroren und reichen nicht für ein würdevolles Leben.
"Für die Staatskasse sind diese Verstorbenen leider nur noch ein längst abgehakter Posten und eine Ersparnis", fügt Čulina hinzu. Gleichzeitig arbeiten über 130.000 Veteranen weiterhin täglich und tragen zum Staatshaushalt bei, ohne eine Entschädigung zu erhalten, bis sie das Rentenalter erreichen.
Drei Euro pro Monat Kampfsektor
Die Einführung von Zuschlägen von drei Euro pro Monat Kampfsektor schafft eine klare Trennung unter den Leistungsempfängern. Während ein kleinerer Teil der Menschen, der die Rückzahlung früherer Rentenkürzungen mit drei oder vier Jahren Fronteinsatz kombiniert, einen spürbareren Betrag erhält, wird die große Mehrheit der Kameraden mit einer Kriegszeit von einigen Monaten bis zu einem Jahr zwischen neun und sechsunddreißig Euro erhalten.
"Das ist ein Betrag, der heute im Geschäft kaum einen bescheidenen Einkaufskorb abdeckt und nur als mediale Kosmetik dient, um den Anschein großer Fürsorge zu erwecken", schließt Čulina. "Der Staat nutzt diese kleineren Erhöhungen für die Mehrheit, um die Gesamtsumme in Millionen zu rechtfertigen, während in der Öffentlichkeit das falsche Bild bleibt, dass alle Veteranen riesige Beträge mit nach Hause nehmen. Das ist pure mathematische und politische Manipulation, gegen die sich die Menschen zu Recht wehren."