Nach zwei schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen auf den kroatischen Schienen, die sich innerhalb von nur zwei Tagen ereigneten, hat der Vizepremier und Minister für Meer, Verkehr und Infrastruktur, Oleg Butković, eine außerordentliche Inspektion der wichtigsten Eisenbahnunternehmen angeordnet. Die Agentur für Sicherheit im Eisenbahnverkehr reagierte umgehend und leitete eine Überwachung von HŽ Cargo, HŽ Putnički prijevoz und dem Infrastrukturbetreiber HŽ Infrastruktura ein.
Der Direktor der Agentur, Želimir Delač, forderte seine zuständigen Mitarbeiter auf, ihm schnellstmöglich die Überwachungspläne vorzulegen, um alle Umstände beider Vorfälle sowie mögliche systemische Mängel festzustellen.
Zusammenstoß bei Škrinjari mit 25 Verletzten
Der erste Vorfall ereignete sich am Samstag auf der Strecke zwischen Gradec und Sveti Ivan Žabno, in der Nähe von Škrinjari, wo ein Güterzug und ein Personenzug kollidierten. Bei dem Unfall wurden 25 Personen verletzt, darunter zwei Lokführer und ein Schaffner. Die Unfallursache ist noch nicht offiziell geklärt.
Durchfahrt durch ein rotes Signal in Škrljevo
Nur einen Tag später, am Sonntag gegen 13 Uhr, ereignete sich ein weiterer schwerwiegender Sicherheitsverstoß. Im Bahnhof Škrljevo fuhr ein Güterzug der HŽ Cargo durch ein Signal, das Halt gebietet, und hielt nicht an, um die Kreuzung mit einem Personenzug der HŽ Putnički prijevoz abzuwarten, der aus Richtung Zagreb kam.
Mitarbeiter der HŽ Infrastruktura ergriffen Sicherheitsmaßnahmen, um die Züge und Fahrgäste zu schützen, und der Zugverkehr auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Meja und Škrljevo wurde eingestellt.
Durch die außerordentliche Überwachung soll nun geklärt werden, ob diese Vorfälle auf individuelle Fehler zurückzuführen sind oder auf tiefere Probleme im Funktionieren des Eisenbahnsystems hinweisen, mit besonderem Schwerpunkt auf der Einhaltung der Sicherheitsverfahren.