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DKOM kippt Millionenauftrag: Innenministerium sucht im zweiten Anlauf einen Bauunternehmer für zwei Grenzschutzboote für 5,38 Millionen Euro

Die staatliche Kommission für die Kontrolle von Vergabeverfahren hat die ursprüngliche Entscheidung nach einer Beschwerde der Werft Iskra aus Šibenik aufgehoben, was die Steuerzahler zusätzliche 27.000 Euro kostete.

Foto: Wikipedia (Iskra)
Kurz gesagt
  • Das Innenministerium hat eine neue Ausschreibung für zwei Grenzschutzboote im Wert von 5,38 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer veröffentlicht.
  • Die erste Ausschreibung wurde im April 2026 von der DKOM nach einer Beschwerde der Werft Iskra aufgehoben, was das Innenministerium 27.000 Euro kostete.
  • Die Boote müssen strenge technische Anforderungen erfüllen, einschließlich einer Geschwindigkeit von 30 Knoten und Unsinkbarkeit.
  • Die Lieferfrist für die Boote beträgt bis zu zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate startet das Innenministerium die Beschaffung von zwei Booten zur Grenzüberwachung, mit einem geschätzten Wert von 5,38 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer, nachdem die staatliche Kommission für die Kontrolle von Vergabeverfahren Ende April 2026 die ursprüngliche Auswahl aufgehoben hatte.

Der Auftrag wurde in der ersten Runde an die Firma MG Mehanika aus Drenje Brdovečko vergeben, aber die Werft Iskra aus Šibenik focht die technische Begründetheit dieses Angebots an. Die DKOM gab der Beschwerde statt, und die Aufhebung kostete das Innenministerium auch 27.000 Euro, so viel musste es Iskra für die Kosten des Beschwerdeverfahrens erstatten.

Zwei Jahre für die Lieferung und strenge Abmessungen

Die künftigen Schiffe sind für den Schutz der Staatsgrenze auf See und der Außengrenze der Europäischen Union bestimmt, einschließlich polizeilicher Aktivitäten innerhalb des Küstenmeeres und der inneren Gewässer sowie für die Teilnahme an Such- und Rettungsaktionen. Der Lieferant muss beide Boote innerhalb von höchstens zwei Jahren nach Vertragsunterzeichnung übergeben.

Der Rumpf keines der Schiffe darf 15 Meter Länge überschreiten, und die Ausschreibungsunterlagen verlangen, dass ein voll ausgerüstetes Boot, mit 50 Prozent Vorräten auf See, eine Höchstgeschwindigkeit von mindestens 30 Knoten, also 55,56 km/h, erreicht und diese Geschwindigkeit mindestens vier Stunden lang beibehält. Die dauerhafte Dienstgeschwindigkeit unter denselben Bedingungen muss mindestens 25 Knoten betragen, und bei dieser Geschwindigkeit muss das Boot mindestens 250 Seemeilen zurücklegen können, was etwa 463 Kilometern entspricht.

Von -38 bis +35 und Unsinkbarkeit um jeden Preis

Die Projektanforderungen sehen eine sichere Fahrt mit mindestens 15 Knoten vor, unabhängig von Wind- und Wellenrichtung, und für den Antrieb sind zwei Dieselmotoren vorgesehen. Das gesamte System muss in einem Temperaturbereich von -38 bis +35 Grad Celsius einwandfrei funktionieren.

Die wichtigste Sicherheitsanforderung ist die Unsinkbarkeit: Das Boot muss auch dann über Wasser bleiben, wenn alle Räume mit Wasser gefüllt sind. Für die Konstruktion können Stahl, Aluminiumlegierung oder Verbundwerkstoff verwendet werden, während alle Außenausrüstung aus Edelstahl oder Aluminium gefertigt sein muss.

Plätze für Besatzung, Amtsperson und Migranten

An Bord sind Unterkünfte für drei Besatzungsmitglieder und eine Amtsperson vorgesehen, und das Deck muss Platz für den Transport von mindestens 10 Personen bieten, was in den Spezifikationen ausdrücklich als Raum für Migranten bezeichnet wird. Auf der linken und rechten hinteren Seite des Decks werden Fundamente für eine Gefechtslafette angebracht, auf der ein Maschinengewehr mit Kaliber zwischen 7,62 mm und 12,7 mm montiert werden kann.

Häufige Fragen
Warum schreibt das Innenministerium die Ausschreibung für die Boote erneut aus? +
Die ursprüngliche Ausschreibung wurde Ende April 2026 von der DKOM nach einer Beschwerde der Werft Iskra aus Šibenik aufgehoben, die darauf hinwies, dass das ausgewählte Angebot der Firma MG Mehanika die technischen Spezifikationen nicht erfüllt.
Wie hoch ist der Wert der Beschaffung und welche zusätzlichen Kosten gibt es? +
Der geschätzte Wert der Beschaffung der beiden Boote beträgt 5,38 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Aufgrund der Aufhebung der ersten Ausschreibung musste das Innenministerium 27.000 Euro für die Kosten des Beschwerdeverfahrens zahlen.
Was sind die wichtigsten technischen Merkmale der geforderten Boote? +
Die Boote müssen eine Länge von bis zu 15 Metern haben, eine Geschwindigkeit von 30 Knoten (55,56 km/h) über vier Stunden erreichen, eine Reichweite von 250 Seemeilen bei einer Dienstgeschwindigkeit von 25 Knoten haben und unsinkbar sein, falls alle Räume überflutet werden.
Wofür werden die Boote genau verwendet? +
Sie sind für die Überwachung der Staatsgrenze auf See und der Außengrenze der EU bestimmt, für polizeiliche Aufgaben im Küstenmeer und in den inneren Gewässern sowie für die Teilnahme an Such- und Rettungsaktionen.

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