Der Präsident der Kroatischen Geographischen Gesellschaft, Nenad Buzjak, hat am Dienstag, dem 18. August 2026, vor ernsthaften Risiken im Zusammenhang mit illegal in der Lika entsorgtem Sondermüll gewarnt. Buzjak betonte im Gespräch mit der N1-Journalistin Hana Nanić, dass es sich um ein Karstgebiet mit zahlreichen Spalten handelt, die eine Ausbreitung der Verschmutzung bis ins Grundwasser ermöglichen.
Illegale Ablagerung im Karst als Schlüsselproblem
Buzjak hob hervor, dass der Hauptgrund zur Sorge gerade die Tatsache sei, dass die illegale Abfallentsorgung, die auch Abfälle mit gefährlichen Eigenschaften umfasst, in einem Karstgebiet stattgefunden habe. "Das Entscheidende hier und der Grund für Besorgnis und Vorsicht ist, dass es zu einer illegalen Abfallentsorgung kam, die unter anderem auch Abfälle mit gefährlichen Eigenschaften enthält, in einem Karstgebiet. Das ist der größte Grund zur Sorge, weshalb die Reaktion sehr schnell erfolgen muss", sagte Buzjak. Er fügte hinzu, dass die Folgen nicht sofort sichtbar sein müssten, sondern eine kumulative Wirkung haben könnten.
Unberechenbarkeit des Karsts erschwert Risikobewertung
Er kommentierte auch Aussagen, dass die Deponie keinen Einfluss auf die Quellen haben könne, aus denen Gospić mit Wasser versorgt wird. Er warnte davor, dass die Regeln über den Karst nicht blind von einem Gebiet auf ein anderes übertragen werden könnten. "Was Experten über den Karst wissen, ist eine Regel, und die lautet: Im Karst gibt es keine Regeln. Es gibt zwar bestimmte Muster natürlicher Prozesse, die für alle Karstgebiete gelten. Man kann diese Regeln jedoch nicht blind von einem Gebiet auf ein anderes übertragen. Besonders nicht bei uns, wo die Geodiversität des Karsts sehr groß ist, wo sich die geomorphologischen, geologischen und hydrogeologischen Bedingungen auf relativ kleinem Raum ändern können", erklärte Buzjak.
Leicht zu schädigen, schwer zu schützen
Der Experte betonte besonders die Verwundbarkeit von Karstgebieten gegenüber Verschmutzung. "Ein sehr großes Problem beim Karst ist, dass er sehr anfällig für Verschmutzung ist und dass er sehr schwer zu schützen, aber sehr leicht für immer zu zerstören ist", warnte Buzjak. Nach Abschluss der Sanierung sei es, wie er hinzufügt, notwendig, eine kontinuierliche Überwachung des Grundwassers einzuführen, um eine mögliche Ausbreitung der Verschmutzung rechtzeitig zu erkennen und größere Schäden für die Natur zu vermeiden.