Der kroatische Bergrettungsdienst (HGSS) in der Gespanschaft Šibenik-Knin verzeichnet ein äußerst intensives Jahr. Die Station Šibenik hat bis zum 11. August 2026 27 Einsätze absolviert, was einem Anstieg von 35 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht, bestätigte der Leiter Zvonimir Cigić.
August mit zwei Einsätzen pro Tag
"Dieser August ist intensiv, manchmal mit bis zu zwei Einsätzen pro Tag", sagte Cigić gegenüber HRT. Allein am Dienstag waren im Gebiet der Gespanschaft zwei Suchaktionen nach vermissten älteren Personen im Gange. Seinen Worten zufolge betreffen über 80 % aller Einsätze genau solche Suchaktionen.
Die Rettungskraft Antonija Mihaljević bestätigte die Anspruchsvollheit dieser Zeit: "Dieser Sommer war intensiv." Sie konnte trotz anspruchsvollem Gelände und hohen Temperaturen an vielen Einsätzen teilnehmen. "Es ist ein besonderes und unbeschreibliches Gefühl, wenn man jemandem das Leben rettet", fügte sie hinzu.
Ausländer verlieren auf dem Dinara die Orientierung
Am vergangenen Wochenende mussten die Retter im Gebiet von Martinove Košare am Dinara eingreifen, wo sich zwei ausländische Staatsbürgerinnen verirrt hatten. Zuvor war bei der Rettung eines verletzten deutschen Staatsbürgers, der ebenfalls versuchte, den Dinara zu besteigen, auch die kroatische Luftwaffe eingesetzt worden. Mit dem Hubschrauber wurde er vom Unfallort ins Krankenhaus nach Knin gebracht.
"Die meisten Rettungseinsätze ereignen sich in unwegsamem Gelände", betonte Cigić und fügte hinzu, dass gute Wegmarkierungen für sichere Aufstiege von Wanderern entscheidend seien.
Wer kümmert sich um die Wege auf dem Dinara
Der Kniner Bergsteigerverein HPD Dinara, der die Berghütte Brezovac betreibt, ist für mehrere wichtige Abschnitte verantwortlich: den Weg von Guga nach Brezovac, von Brezovac zum Gipfel, von Mirkovići zur Berghütte sowie von Brezovac nach Badanj. Der sogenannte Jogurt-Weg wird vom HPK Sveti Mihovil aus Šibenik verwaltet.
Eine besondere Herausforderung stellt der Weg von Glavaš zum Gipfel dar. "Der Weg von Glavaš zum Gipfel wurde vom Kiewer Verein Sinjal verwaltet, der sich aufgelöst hat. Deshalb hat der Kniner Verein beim Kroatischen Bergsteigerverband einen Antrag auf Zuständigkeit für diesen Aufstiegsabschnitt gestellt", erklärte Valerija Čulina, Sekretärin des HPD Dinara. Sie fügte hinzu, dass ihre Berghütte am häufigsten von organisierten Gruppen mit lizenzierten Bergführern besucht wird.