Das Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Jugend hat am Mittwoch Gehaltsdaten für öffentliche Hochschulen veröffentlicht, die die finanzielle Spanne innerhalb der akademischen Gemeinschaft anschaulich darstellen. Während ein ordentlicher Professor in Dauerstellung im Juni durchschnittlich 3409 Euro netto erhielt, bekam ein Assistent 1479 Euro netto auf sein Konto, ein Unterschied von fast 2000 Euro monatlich.
So steigt das Gehalt mit dem Aufstieg
Die Daten des Ministeriums zeigen eine klare hierarchische Reihenfolge der Einkommen. Ein ordentlicher Professor verdiente durchschnittlich 2955 Euro netto, ein außerordentlicher Professor 2584 Euro und ein Dozent 2201 Euro. Höhere Assistenten erhielten durchschnittlich 1879 Euro netto, während Assistenten mit 1479 Euro am unteren Ende der Skala lagen.
Ein ähnliches Bild zeigen die Mediangehälter, die die Einkommen der Beschäftigten in der Mitte jeder Gruppe genauer widerspiegeln. Für einen ordentlichen Professor in Dauerstellung erreichte das durchschnittliche Nettogehalt 3402 Euro; ordentliche Professoren erhielten 2953, außerordentliche 2575, Dozenten 2192, höhere Assistenten 1851 und Assistenten 1445 Euro.
Altersstruktur zeigt langen Weg nach oben
Neben den Gehaltsdaten veröffentlichte das Ministerium auch das Durchschnittsalter der Beschäftigten nach Positionen. Professoren in Dauerstellung sind durchschnittlich 58 Jahre alt, ordentliche Professoren 52, außerordentliche 48 und Dozenten 44 Jahre. Höhere Assistenten sind im Schnitt 36 Jahre alt, während Assistenten mit 32 Jahren die jüngste Kategorie darstellen.
Diese Daten bestätigen, dass es sich um ein System handelt, in dem man die höchsten Einkommen erst gegen Ende der Karriere erreicht, was in Kombination mit einem Einstiegsgehalt von etwa 1500 Euro netto für junge Wissenschaftler demotivierend wirken kann.
Zentrale Abrechnung bringt auch administrative Änderungen
Das Ministerium bestätigte außerdem, dass das Gehalt für Juli den Beschäftigten im Wissenschafts- und Hochschulsystem am 11. August ausgezahlt wurde. Die Veröffentlichung des Auszahlungsdatums wird künftig auch praktische Bedeutung haben, da die Einrichtungen nach der Umstellung auf die zentrale Gehaltsabrechnung keinen FINA-Kontoauszug mehr erhalten, der als Nachweis der erfolgten Zahlung diente. Diese Funktion übernimmt nun eine monatliche Mitteilung des Ministeriums.
Für die Öffentlichkeit ist jedoch ein anderer Aspekt der veröffentlichten Zahlen wichtiger. Zu Beginn einer akademischen Karriere kann ein junger Assistent im kroatischen Hochschulwesen mit einem Nettogehalt von etwa 1500 Euro rechnen, während das höchste Gehalt auf der Lehrskala 3400 Euro übersteigt. Dieses Verhältnis von Einstiegsgehältern, langwierigen Aufstiegsprozessen und den Möglichkeiten, die der private Sektor Fachkräften bietet, wird zunehmend die Fähigkeit kroatischer Universitäten beeinflussen, eine neue Generation von Wissenschaftlern und Lehrkräften zu halten.