Das Feuer, das in der Nacht vor dem 19. August 2026 bei Omiš ausbrach, hat die Frage aufgeworfen, warum SRUUK, das System zur Frühwarnung und Krisenbewältigung, nicht aktiviert wurde. Nachdem das Feuer ausgebrochen war, fragten sich viele in den folgenden Tagen, warum das Alarmsystem nicht ausgelöst wurde, insbesondere da sich der Vorfall in den Nachtstunden ereignete.
Zwei Warnkanäle
Der Direktor des DHMZ, Ivan Güttler, erklärte gegenüber N1, dass es zwei Hauptkanäle gibt, über die die Öffentlichkeit vor gefährlichen Wetterlagen gewarnt wird. "Wir haben zwei Hauptkanäle. Unser primärer Kanal ist der sogenannte Meteoalarm, und dieser Begriff ist Teil der allgemeinen Kultur geworden. Das SRUUK-System ist ein zusätzlicher Kommunikationskanal", sagte Güttler.
Nach seinen Worten wird SRUUK sehr selten aktiviert. "Dieses System aktivieren wir derzeit ein- bis zweimal im Jahr, und wir sind für diesen Teil der Unwetter zuständig", erklärte Güttler. Er fügte hinzu, dass das DHMZ seit 2023 nur in fünf Situationen die Aktivierung dieses Systems angeordnet hat.
Wie die Entscheidung zur Aktivierung getroffen wird
Wenn es berechtigte Anzeichen dafür gibt, dass in den nächsten ein bis zwei Tagen die Bedingungen für die Aktivierung von SRUUK eintreten könnten, beginnt das DHMZ die Kommunikation mit der Direktion für Zivilschutz. Dann wird der Inhalt der Nachricht vorbereitet und entschieden, ob die Anweisung zum Versand gegeben wird.
Sorge um Personalmangel
Güttler äußerte sich auch zum Zustand des kroatischen Systems zum Schutz vor extremen Wetterereignissen. Er betonte, dass in den letzten zehn Jahren enorme Mittel investiert wurden, aber der Mangel an Fachkräften wird zu einem immer größeren Problem. "In den letzten zehn Jahren wurden enorme Mittel investiert, aber meine Sorge ist, dass uns allmählich das Fachpersonal fehlt", schloss Güttler.
In diesem Sommer waren Kroatien und der Raum Mitteleuropa gleichzeitig mit drei großen Herausforderungen konfrontiert: hohen Temperaturen, Wassermangel und der Gefahr von Waldbränden.