Hajduk hat am Donnerstag, dem 13. August 2026, zwei Geschäfte verloren, die wochenlang als entscheidend für die Verstärkung der Mannschaft und die finanzielle Stabilität des Vereins galten. Der Transfer von Selahi von Widzew rückt immer weiter in die Ferne, und auch die Partnerschaft mit WhiteBIT, die von Ivica Pirić vertreten wurde, steht auf wackligen Beinen.
Widzew lässt Selahi nicht ziehen
Der neue Sportdirektor von Widzew, Lukasz Maslowski, machte deutlich, dass er derzeit kein Szenario sieht, in dem der 27-jährige Mittelfeldspieler den Verein verlässt. "Was Selahi betrifft, sehe ich derzeit keine Möglichkeit, dass dieser Spieler geht. Ganz im Gegenteil, ich halte ihn für einen Spieler, mit dem wir dieses Projekt aufbauen können, und das würde ich mir sehr wünschen. Ich werde mit dem Trainer sprechen, ich denke, er sollte bei uns bleiben und die Chance bekommen, um einen Platz in der Startelf zu kämpfen. Ich halte ihn für einen wertvollen Spieler, aber auch für einen wertvollen Menschen", sagte Maslowski gegenüber Tportal.
Hajduk und Widzew verhandelten über eine Ausleihe, und Gonzalo Garcia, der Selahi bei Twente trainierte, kennt seine Fähigkeiten sehr gut. Der polnische Klub machte jedoch in den Gesprächen klar, dass Hajduk das gesamte Gehalt von Selahi übernehmen müsse, wenn man sich einigen wolle. Nach verfügbaren Informationen verdient Selahi bei Widzew etwa 500.000 Euro pro Jahr, und sein Vertrag mit dem polnischen Team läuft noch zwei Jahre. Hajduk war nicht in der Lage, solche finanziellen Bedingungen zu akzeptieren.
Selahi kam im vergangenen Sommer zu Widzew, nachdem er Rijeka verlassen hatte, wo er einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Er war ein Schlüsselspieler in der Mannschaft, die den Meistertitel und den kroatischen Pokal gewann, und Garcia würde ihn nun gerne wieder in seinen Reihen sehen. Doch nach der Aussage des neuen Sportdirektors von Widzew scheint es, dass Hajduk nicht mehr viel Spielraum hat.
WhiteBIT-Angebot unter den Erwartungen
Obwohl wochenlang über das Angebot von Ivica Pirić und WhiteBIT sowie eine mögliche Partnerschaft dieses Unternehmens mit Hajduk gesprochen wurde, scheint daraus nichts zu werden. Das Problem entstand, weil sich Pirićs Angebot erheblich von dem unterschied, was er der Öffentlichkeit präsentiert hatte. Der entscheidende Unterschied lag im Gesamtbetrag des Geldes. Obwohl Pirić öffentlich Beträge von mehreren Millionen erwähnte, lag der jährliche Betrag tatsächlich unter einer Million Euro, und höhere Beträge wären nur bei Erfüllung vieler Bedingungen erreicht worden.
Ein noch größeres Problem ist jedoch die Frage des Datenschutzes. WhiteBIT wollte, dass ein Teil des Bonus an die Anzahl der Vereinsmitglieder gekoppelt wird, die ihre Plattform nutzen. Hajduk lehnte ein solches Modell ab, da man um die Privatsphäre der mehr als 100.000 Mitglieder besorgt war. Hajduk ist der Ansicht, dass Sicherheit und Privatsphäre der Mitglieder an erster Stelle stehen, insbesondere weil das Mitgliedermodell ein "Grundpfeiler" dieses Hajduk ist.
Die Verhandlungen laufen weiter, aber eine Einigung scheint derzeit immer unwahrscheinlicher.