HGSS in Paklenica bereits 33 Einsätze
Der Nationalpark Paklenica steht unter großem Druck durch Touristen und Kletterer, und die Retter warnen vor der Notwendigkeit guter Vorbereitung, Ausrüstung und Vorsicht auf Wegen und Felsen.
Der Nationalpark Paklenica steht unter großem Druck durch Touristen und Kletterer, und die Retter warnen vor der Notwendigkeit guter Vorbereitung, Ausrüstung und Vorsicht auf Wegen und Felsen.
Die Kroatische Bergrettungsdienst (HGSS) hat in der Region Zadar in dieser Saison bereits 33 Rettungsaktionen verzeichnet, und der Nationalpark Paklenica ist eines der anspruchsvollsten Gebiete für ihre Einsätze. Der stellvertretende Leiter der HGSS-Station Zadar, Filip Bach, bestätigte, dass die Sommermonate besonders herausfordernd sind, aufgrund der Kombination aus hohen Temperaturen, unwegsamem Gelände und der großen Anzahl von Besuchern.
"Bisher hatten wir 33 Einsätze, also Rettungsaktionen", sagte Bach gegenüber HRT. Besonders betonte er die Schwierigkeit der Felsrettung, bei der manchmal die Koordination mit Hubschraubern des Innenministeriums (MUP) oder des Verteidigungsministeriums (MORH) notwendig ist. "In den Sommermonaten sind es meist Dehydrierungen, es gibt auch Brüche, Arme, Beine, ebenso gibt es viele Suchaktionen, die eine schnelle Reaktion unsererseits erfordern", fügte er hinzu.
Paklenica ist bei ausländischen Kletterern äußerst beliebt, gerade wegen des einfachen Zugangs zu den Felsen. Der sechzehnjährige Zoyta aus Ungarn, der oft mit seiner Familie wandert, hob die Vorteile dieser Region hervor. "Paklenica ist sehr offen, der Zugang zu den Felsen ist schön, man muss nicht zwei, drei Stunden laufen, um Kletterfelsen zu finden", sagte er.
Doch genau diese Zugänglichkeit kann unerfahrene Besucher täuschen. Zoyta erklärte ausführlich die Bedeutung der Ausrüstung: "Kreide verhindert das Schwitzen der Hände beim Klettern, sonst kann man abrutschen. Schuhe sind auch wichtig. Das Seil ist wahrscheinlich das Wichtigste, das dient der eigenen Sicherheit." Besonders warnte er vor der Gefahr, wenn der Kletterer über dem letzten Sicherungspunkt ist. "Die Schlingen, die das Seil halten, sind auch für die Sicherheit, sie werden an den Felsen befestigt, wenn man über ihnen klettert, kann man fallen, wenn die letzte Schlinge fünf, sechs Meter unter dir ist. Es kann beängstigend sein, wenn man über ihnen ist."
Danica aus der Slowakei, die auf Empfehlung von Freunden nach Paklenica kam, betonte drei Schlüsselelemente für sicheres Klettern. "Ein guter Partner, der dich rettet, falls etwas passiert, Ausrüstung und eigene Fähigkeiten", sagte sie. Ihre Worte bestätigen die Regel, dass man in den Bergen niemals allein gehen sollte und dass die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten genauso wichtig ist wie die körperliche Fitness.
Sicherheitsmaßnahmen sind nicht nur für diejenigen gedacht, die klettern. Auch diejenigen, die zum Wandern und Genießen der Natur kommen, sollten auf hohe Temperaturen, unebenes Gelände und die Möglichkeit von Begegnungen mit wilden Tieren vorbereitet sein. Toni aus Kroatien sagte: "Man muss sehr vorsichtig sein. Es ist wichtig, immer ein Handy dabei zu haben, um den Notdienst rufen zu können, es ist wichtig, genug Wasser und Essen zu haben und vorsichtig zu sein, sich bewusst zu sein, dass Tiere in der Nähe sind, und sich entsprechend der Natur zu verhalten."
Im Gebiet des Nationalparks Paklenica sollten Besucher die markierten Wege, die Wetterbedingungen und den eigenen körperlichen Zustand im Auge behalten. Erschöpfung, Flüssigkeitsmangel und verminderte Aufmerksamkeit erhöhen das Risiko des Ausrutschens oder der Wahl des falschen Weges. Wenn Symptome wie Schwindel, Schwäche oder Verwirrtheit auftreten, ist es wichtig, anzuhalten, Schatten zu suchen und rechtzeitig Hilfe zu rufen.
Das Hauptziel jedes Aufstiegs oder Spaziergangs muss die sichere Rückkehr nach Hause sein. Obwohl Paklenica einer der attraktivsten Orte zum Klettern in Europa bleibt, mindert seine Schönheit nicht die Gefahren, die das Berggelände mit sich bringt. Verantwortungsvolles Verhalten der Besucher, die Bemühungen der Naturschützer und die Einsatzbereitschaft der HGSS sind der Schlüssel, dass Ausflüge mit schönen Erinnerungen enden und nicht mit schweren Rettungsaktionen.