Die Schiedsrichterkommission des Kroatischen Fußballverbands (HNS) veröffentlichte am 11. August 2026 eine detaillierte Analyse der Schiedsrichterentscheidungen aus der zweiten Runde der SuperSport HNL. Im Fokus standen drei strittige Situationen, wobei die Kommission betonte, dass in zwei davon ein Eingreifen des VAR-Raums fehlte.
Unsportliches Verhalten an der Kranjčevićeva
Die erste analysierte Situation ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit des Spiels zwischen Lokomotiva und Gorica, das von Škobić geleitet wurde. Nach einer Konfrontation zwischen dem Spieler von Gorica mit der Nummer 24 und dem Spieler von Lokomotiva mit der Nummer 8 zeigte der Schiedsrichter beiden zu Recht die Gelbe Karte. Doch nur wenige Sekunden später trat der Spieler von Lokomotiva von hinten an den Schiedsrichter heran und zog ihn am Trikot.
Die Kommission war eindeutig: Ein solches Verhalten ist inakzeptabel und hätte einen Platzverweis erfordert. "Der Spieler von Lokomotiva mit der Nummer 8 hätte wegen Missachtung einer offiziellen Person vom Platz gestellt werden müssen, nachdem er nur wenige Sekunden zuvor verwarnt worden war", heißt es in der Analyse. Da der Schiedsrichter auf dem Feld die Schwere des Vergehens nicht erkannte, ist die Kommission der Ansicht, dass der VAR hätte eingreifen und eine Überprüfung der Videoaufnahme empfehlen müssen, um die Autorität des Schiedsrichters zu schützen.
Kontroversen auf Poljud: Nicht gegebener Strafstoß
Die zweite Situation betrifft die 63. Minute der Begegnung zwischen Hajduk und Istra 1961, die von Schiedsrichter Erceg geleitet wurde. Nach einem missglückten Fangversuch des Hajduk-Torhüters versuchte der Angreifer von Istra mit der Nummer 8, den Ball auf das Tor zu schießen. In diesem Moment berührte der Torhüter mit der rechten Hand das Schienbein des Angreifers.
Obwohl ein Kontakt bestand, kam die Kommission zu dem Schluss, dass es ihm "an Intensität mangelte" und dass "sein Einfluss auf den Angreifer nicht feststellbar ist". Daher wurde die Entscheidung unterstützt, dass der VAR nicht eingreift, da die ursprüngliche Entscheidung des Schiedsrichters kein offensichtlicher Fehler war.
Ellbogenschlag und verpasster VAR-Eingriff
Die dritte Situation, aus der 89. Minute desselben Spiels, stieß auf die meiste Kritik der Kommission. Während des Kampfes um den Ball im Strafraum von Hajduk traf der Verteidiger der Heimmannschaft beim Sprung, obwohl er beabsichtigte, den Ball mit dem Kopf zu spielen, mit dem Ellbogen den Kopf des Angreifers von Istra 1961 mit der Nummer 8, ohne den Ball zu berühren.
Die Kommission charakterisierte diesen Kontakt als "unüberlegten Ellbogenschlag" und stellte klar, dass ein Strafstoß und eine Gelbe Karte für den Verteidiger erwartet worden wären. Auch in diesem Fall wurde betont, dass der VAR den Schiedsrichter zu einer Überprüfung der Videoaufnahme hätte rufen müssen, um den Fehler auf dem Feld zu korrigieren.
Mit dieser Analyse sendet der HNS eine klare Botschaft über die Notwendigkeit, die Autorität der Schiedsrichter zu respektieren und die VAR-Protokolle konsequent anzuwenden, mit dem Ziel, die Qualität der Schiedsrichterleistungen im heimischen Fußball zu verbessern.