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HNS analysiert strittige Entscheidungen der 2. Runde

Die Schiedsrichterkommission veröffentlichte eine Analyse von drei Situationen aus den Spielen Lokomotiva - Gorica und Hajduk - Istra 1961 und betonte dabei VAR-Versäumnisse und die Notwendigkeit strengerer Strafen.

Foto: Abigail Keenan na Unsplash
Kurz gesagt
  • Die HNS-Schiedsrichterkommission analysierte drei strittige Situationen aus der 2. Runde der SuperSport HNL.
  • Der Spieler von Lokomotiva hätte vom Platz gestellt werden müssen, weil er den Schiedsrichter am Trikot gezogen hatte, und der VAR reagierte nicht.
  • Auf Poljud wurde ein Strafstoß für Istra 1961 nach einem Ellbogenschlag des Hajduk-Verteidigers verpasst, wobei auch hier der VAR hätte eingreifen müssen.
  • Die Kommission unterstützte die Entscheidung, in der 63. Minute keinen Elfmeter für Istra zu geben, da der Kontakt nicht intensiv genug war.

Die Schiedsrichterkommission des Kroatischen Fußballverbands (HNS) veröffentlichte am 11. August 2026 eine detaillierte Analyse der Schiedsrichterentscheidungen aus der zweiten Runde der SuperSport HNL. Im Fokus standen drei strittige Situationen, wobei die Kommission betonte, dass in zwei davon ein Eingreifen des VAR-Raums fehlte.

Unsportliches Verhalten an der Kranjčevićeva

Die erste analysierte Situation ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit des Spiels zwischen Lokomotiva und Gorica, das von Škobić geleitet wurde. Nach einer Konfrontation zwischen dem Spieler von Gorica mit der Nummer 24 und dem Spieler von Lokomotiva mit der Nummer 8 zeigte der Schiedsrichter beiden zu Recht die Gelbe Karte. Doch nur wenige Sekunden später trat der Spieler von Lokomotiva von hinten an den Schiedsrichter heran und zog ihn am Trikot.

Die Kommission war eindeutig: Ein solches Verhalten ist inakzeptabel und hätte einen Platzverweis erfordert. "Der Spieler von Lokomotiva mit der Nummer 8 hätte wegen Missachtung einer offiziellen Person vom Platz gestellt werden müssen, nachdem er nur wenige Sekunden zuvor verwarnt worden war", heißt es in der Analyse. Da der Schiedsrichter auf dem Feld die Schwere des Vergehens nicht erkannte, ist die Kommission der Ansicht, dass der VAR hätte eingreifen und eine Überprüfung der Videoaufnahme empfehlen müssen, um die Autorität des Schiedsrichters zu schützen.

Kontroversen auf Poljud: Nicht gegebener Strafstoß

Die zweite Situation betrifft die 63. Minute der Begegnung zwischen Hajduk und Istra 1961, die von Schiedsrichter Erceg geleitet wurde. Nach einem missglückten Fangversuch des Hajduk-Torhüters versuchte der Angreifer von Istra mit der Nummer 8, den Ball auf das Tor zu schießen. In diesem Moment berührte der Torhüter mit der rechten Hand das Schienbein des Angreifers.

Obwohl ein Kontakt bestand, kam die Kommission zu dem Schluss, dass es ihm "an Intensität mangelte" und dass "sein Einfluss auf den Angreifer nicht feststellbar ist". Daher wurde die Entscheidung unterstützt, dass der VAR nicht eingreift, da die ursprüngliche Entscheidung des Schiedsrichters kein offensichtlicher Fehler war.

Ellbogenschlag und verpasster VAR-Eingriff

Die dritte Situation, aus der 89. Minute desselben Spiels, stieß auf die meiste Kritik der Kommission. Während des Kampfes um den Ball im Strafraum von Hajduk traf der Verteidiger der Heimmannschaft beim Sprung, obwohl er beabsichtigte, den Ball mit dem Kopf zu spielen, mit dem Ellbogen den Kopf des Angreifers von Istra 1961 mit der Nummer 8, ohne den Ball zu berühren.

Die Kommission charakterisierte diesen Kontakt als "unüberlegten Ellbogenschlag" und stellte klar, dass ein Strafstoß und eine Gelbe Karte für den Verteidiger erwartet worden wären. Auch in diesem Fall wurde betont, dass der VAR den Schiedsrichter zu einer Überprüfung der Videoaufnahme hätte rufen müssen, um den Fehler auf dem Feld zu korrigieren.

Mit dieser Analyse sendet der HNS eine klare Botschaft über die Notwendigkeit, die Autorität der Schiedsrichter zu respektieren und die VAR-Protokolle konsequent anzuwenden, mit dem Ziel, die Qualität der Schiedsrichterleistungen im heimischen Fußball zu verbessern.

Häufige Fragen
Welche Spiele umfasste die Schiedsrichteranalyse der 2. Runde? +
Die Analyse bezieht sich auf die Spiele Lokomotiva - Gorica und Hajduk - Istra 1961.
Was warf die Schiedsrichterkommission dem Schiedsrichter im Spiel Lokomotiva gegen Gorica vor? +
Schiedsrichter Škobić hat den Spieler von Lokomotiva nicht vom Platz gestellt, der ihn nach einer bereits erhaltenen Gelben Karte am Trikot gezogen hatte, und der VAR griff nicht ein.
Warum war die Kommission der Ansicht, dass der VAR im Spiel Hajduk - Istra hätte eingreifen müssen? +
In der 89. Minute traf der Verteidiger von Hajduk den Angreifer von Istra mit dem Ellbogen am Kopf, was die Kommission als unüberlegten Schlag bewertete, der einen Strafstoß und eine Gelbe Karte erfordert hätte.
Hat die Kommission alle Schiedsrichterentscheidungen aus diesen Spielen unterstützt? +
Unterstützt wurde die Entscheidung, in der 63. Minute des Spiels Hajduk - Istra keinen Strafstoß nach dem Kontakt zwischen Torhüter und Angreifer zu geben, da es keinen offensichtlichen Fehler gab.

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