0,43 Prozent aller Beschäftigten in Kroatien sind Berufsfeuerwehrleute, das ist die Zahl von Eurostat für das vergangene Jahr, die das Land auf den zweiten Platz in der Europäischen Union bringt, direkt hinter Griechenland. Diese Zahl gewinnt an Bedeutung, während die Hitzewelle nicht nachlässt und der staatliche Wetterdienst Warnungen für das ganze Land mit Temperaturen bis zu 38 Grad in Dalmatien herausgibt. Genau sie stehen an vorderster Front der Verteidigung gegen die immer häufigeren Brände.
Griechenland auf Platz eins, Portugal auf Platz drei
In der gesamten Europäischen Union waren im vergangenen Jahr etwa 372.000 Berufsfeuerwehrleute registriert, 0,18 Prozent aller Beschäftigten. Griechenland führt die Liste mit einem Anteil von 0,47 Prozent an. Auf dem dritten Platz liegt Portugal mit 0,33 Prozent.
Der Vergleich mit den Nachbarländern unterstreicht die kroatische Platzierung zusätzlich. Ungarn liegt auf Platz 12, Italien auf Platz 14 und Österreich am unteren Ende. Für Slowenien liegen keine Daten vor, aber Schätzungen sprechen von etwa 650 Berufsfeuerwehrleuten.
Frankreich und Spanien nur auf den Plätzen 16 und 17
Paradoxerweise befinden sich die Länder, die in diesem Sommer am schwersten von verheerenden Bränden betroffen sind, Frankreich und Spanien, nur auf den Plätzen 16 und 17 beim Anteil der Berufsfeuerwehrleute. Seit Beginn des Sommers haben Brände in Griechenland, Frankreich und Spanien etwa eine halbe Million Hektar vernichtet. Die Niederlande schließen die Liste mit nur 0,05 Prozent ab.
Kroatien kann sich jedoch nicht nur mit Zahlen brüsten, sondern auch mit etwas, das sich nicht so leicht statistisch messen lässt, dem Vertrauen der Bürger. Laut Daten der Kroatischen Feuerwehrgemeinschaft sind Feuerwehrleute die Institution, der die Bürger am meisten vertrauen. Ihre Arbeit wird von 97 Prozent der Befragten positiv bewertet. Es folgen die Kroatische Bergrettung und der Rettungsdienst.
Häufigere Hitzewellen, längere Trockenperioden und extreme Wetterbedingungen machen die Arbeit der Feuerwehrleute immer komplexer. Kroatiens Position nahe der Spitze Europas, gemessen am Anteil der beruflich Beschäftigten, zeigt, wie wichtig ein solches System für die Sicherheit der Bürger, der Infrastruktur und der touristischen Gebiete ist.