Die Sommerhitze veranlasst viele dazu, die Klimaanlagen tagelang laufen zu lassen, doch gerade in der Art der Nutzung verbergen sich die größten Fehler, die die Stromrechnungen in astronomische Höhen treiben. Während die einen behaupten, die Klimaanlage müsse ununterbrochen laufen, sind andere der Meinung, man solle sie ausschalten, sobald man den Raum verlässt. Was ist richtig und wie vermeidet man unnötige Geldverschwendung, erklärten Experten.
Dauerbetrieb oder gelegentliches Ausschalten: Zwei Experten, zwei Ratschläge
Ivan Antić von der Union der Klimaanlagen-Servicetechniker rät, die Klimaanlage auf eine Temperatur von 25 oder 26 Grad einzustellen und sie ununterbrochen laufen zu lassen. Andererseits hat Professor Miloš Banjac von der Fakultät für Maschinenbau einen etwas anderen Ansatz.
"Wir sollten sie nicht ständig ein- und ausschalten, alle zwei Minuten, wenn wir rausgehen, aber wenn wir im Raum sind, sollte sie laufen, und wenn wir den Raum verlassen, sollte sie ausgeschaltet werden", erklärte Banjac. Der entscheidende Unterschied liegt also darin, ob Sie sich im Raum aufhalten oder ihn für längere Zeit verlassen haben.
Offenes Fenster und laufende Klimaanlage: Der teuerste Fehler
Antić warnt vor einem Fehler, den er häufig in Unternehmen und staatlichen Einrichtungen sieht und der leicht auch in die Haushalte übergeht. "Was wir bemerken, wenn wir durch Firmen oder staatliche Einrichtungen gehen, ist, dass die Klimaanlage oft läuft, auch wenn das Fenster offen ist. Das geht nicht. Alles muss geschlossen sein, damit die Klimaanlage normal arbeiten kann. Wenn irgendetwas offen ist, kann die Klimaanlage nicht kühlen, und außerdem läuft sie ständig auf voller Leistung", betonte er.
Neben geschlossenen Fenstern betont Professor Banjac die Bedeutung von Rollläden, Markisen sowie Innen- und Außenjalousien, die das Eindringen von Wärme in den Innenraum reduzieren.
Verschmutzte Filter verbrauchen mehr Strom, als Sie denken
Die Wartung der Klimaanlage wirkt sich direkt auf die Höhe der Rechnung aus. Antić betont, dass saubere Filter der wichtigste Faktor für Einsparungen sind. "So reduzieren wir den Verbrauch. Wenn die Filter verschmutzt sind, arbeitet die Klimaanlage nicht richtig und verbraucht mehr Strom, gibt aber wenig Kühlenergie ab. Zu Hause können Sie die Filter selbst waschen und die Klimaanlage außen etwas abwischen", sagte Antić.
Der Verbrauch nähert sich den Winterrekorden
In Serbien erreichte der tägliche Stromverbrauch 105 Gigawattstunden und nähert sich damit gefährlich dem Wintermaximum von 115 Gigawattstunden an den kältesten Tagen. In einigen Teilen der Städte ist der Verbrauch bis zu fünfmal höher als der Durchschnitt.
Weniger kochen, Boiler abkühlen
Banjac rät auch, die Nutzung von Herd und Backofen als zusätzliche Sparmaßnahme zu reduzieren. "Was die internen Gewinne betrifft, sind das Herd und Backofen; je weniger wir sie nutzen oder gar nicht, desto besser. Natürlich müssen wir kochen und essen, also sollten wir Speisen zubereiten, die möglichst kurz in der Zubereitung sind oder die man mehrere Tage essen kann", sagte er.
Ein weiterer Tipp betrifft den Boiler: Statt heißem Wasser sollte man ihn im Sommer auf eine niedrigere Temperatur einstellen. Die Klimaanlage sollte hingegen nicht kälter als 25 Grad sein, um einen Temperaturschock für den Körper beim Übergang von der Außenhitze in den gekühlten Raum zu vermeiden und gleichzeitig den Energieverbrauch zu senken.