Strafe für Geldbörsendiebstahl während der Fahrt: sieben Monate Haft
Das Amtsgericht in Čakovec hat eine 27-Jährige rechtskräftig verurteilt, die während der Fahrt nach Držimurec eine Geldbörse mit 278,30 Euro aus dem Handschuhfach genommen hat.
Das Amtsgericht in Čakovec hat eine 27-Jährige rechtskräftig verurteilt, die während der Fahrt nach Držimurec eine Geldbörse mit 278,30 Euro aus dem Handschuhfach genommen hat.
Das Amtsgericht in Čakovec hat kürzlich ein nicht rechtskräftiges Urteil gegen eine 1999 geborene Frau verhängt, die des Diebstahls einer Geldbörse während einer Fahrt nach Držimurec beschuldigt wurde. Die vom Gericht verhängte Strafe beträgt sieben Monate Haft, in die auch die in Untersuchungshaft verbrachte Zeit ab dem 18. Mai 2026 angerechnet wird.
Laut Urteil befand sie sich am 18. Mai 2026 zwischen 13.20 und 14.20 Uhr in einem Pkw eines Mannes, der sie von Čakovec nach Držimurec fuhr. Während der Mann fuhr, nutzte sie seine Unaufmerksamkeit aus und nahm eine schwarze Herrengeldbörse aus Leder aus dem mittleren Fach. In der Geldbörse befanden sich 278,30 Euro in verschiedenen Banknoten sowie die persönlichen Dokumente des Besitzers. Vor Gericht gab die Angeklagte zu, die Straftat begangen zu haben.
In ihrer Verteidigung erklärte sie, sie habe die Geldbörse genommen, weil der Mann während der Fahrt unangenehm und unhöflich zu ihr gewesen sei. Ihre Erklärung war, dass sie es aus Rache getan habe. Nachdem der Mann sie bei einem Geschäft in Držimurec abgesetzt hatte, habe sie die Geldbörse, wie sie sagte, auf einen Zaun gelegt, von dem sie auf das Nachbargrundstück fiel.
Dennoch lieferten die Aufnahmen der Überwachungskameras dem Gericht ein sehr klares Bild des Geschehens. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie die Frau einen schwarzen Gegenstand, der wie eine Geldbörse aussieht, aus ihrer Tasche holt und ihn unter ihr T-Shirt in den BH-Bereich steckt. Anschließend lässt sie den Mann ihre Tasche durchsuchen, und nachdem er sich entfernt hat, holt sie den geldbörsenähnlichen Gegenstand erneut aus dem BH-Bereich hervor. Danach fand die Polizei im Hof eines Einfamilienhauses auf dem Boden die Geldbörse, in der sich die persönlichen Dokumente und ein 20-Euro-Schein befanden.
Dies war nicht ihr erster Kontakt mit dem Gesetz wegen Eigentumsdelikten. Im ersten Urteil von 2021 erhielt sie wegen Diebstahls sechs Monate Haft auf Bewährung für zwei Jahre, und 2022 wurde sie wegen Diebstahls und schweren Diebstahls zu elf Monaten Haft verurteilt, die durch gemeinnützige Arbeit ersetzt wurden. Das Gericht wertete die frühere Verurteilung wegen derselben Straftaten als erschwerenden Umstand.
Berücksichtigt wurden mildernde Umstände: Sie gestand die Tat, zeigte Reue, versprach, keine Straftaten mehr zu begehen, und ist außerdem Mutter von drei minderjährigen Kindern. Nach Ansicht des Gerichts ist die Strafe angemessen, da die Tat schwerwiegend ist, angesichts ihrer Persönlichkeit und der Tatsache, dass sie den Diebstahl vorsätzlich begangen hat.
Dem Geschädigten muss sie 258,30 Euro ersetzen. Bei der Frau wurden insgesamt 565 Euro gefunden, davon waren 510 Euro im Turnschuh unter der Einlegesohle versteckt und der Rest in einer Handyhülle, was interessant ist. Das Gericht entschied, ihr 306,70 Euro zurückzugeben, und 258,30 Euro muss sie dem Geschädigten ersetzen. Die Angeklagte hat das Recht, gegen das Urteil Berufung einzulegen.