Konsortium mit Feal steht vor der Übernahme von Jadran Crikvenica
Drei Unternehmen sind bereit für eine Kapitalerhöhung von 50 Millionen Euro, die Renovierung der vernachlässigten Objekte wird auf über 100 Millionen Euro geschätzt.
Drei Unternehmen sind bereit für eine Kapitalerhöhung von 50 Millionen Euro, die Renovierung der vernachlässigten Objekte wird auf über 100 Millionen Euro geschätzt.
Ein Konsortium aus drei Unternehmen, darunter auch das in Široki Brijeg ansässige Unternehmen Feal, ist in die engere Auswahl für die Übernahme und Kapitalerhöhung der kroatischen Hotelkette "Jadran" aus Crikvenica gekommen. Die Nachricht wurde am 12. August 2026 von der Zeitung Jutarnji list veröffentlicht, die sich auf ungenannte Quellen aus dem Umfeld der Investoren beruft. Die endgültige Entscheidung soll die Hauptversammlung von Jadran treffen, deren Einberufung in den kommenden Tagen erwartet wird.
Neben Feal gehören zum Konsortium auch das Tourismusunternehmen Aminess Hotels & Resorts aus Novigrad, das vom Fonds Auctor des Anwalts Oleg Uskoković verwaltet wird, sowie das Bauunternehmen Texo Molior aus Cavtat. Jedes der drei Mitglieder soll etwas weniger als 17 Millionen Euro bereitstellen, um gemeinsam die geforderten 50 Millionen Euro für die Kapitalerhöhung aufzubringen. Jutarnji list deutet an, dass das Angebot möglicherweise sogar höher ausfällt, die genaue Summe ist jedoch derzeit nicht bekannt.
Die Rollen innerhalb des Konsortiums sind klar verteilt: Texo Molior soll die Bauarbeiten ausführen, Feal die Tischlerarbeiten liefern und Aminess Hotels & Resorts die operative Führung des Tourismusgeschäfts übernehmen. Jedes Unternehmen übernimmt einen gleichen Anteil von einem Drittel.
Die Hotelkette Jadran, gegründet 1964, verwaltet heute mehr als 1.600 Unterkünfte in Hotels, Resorts und Campingplätzen entlang der Crikvenica-Riviera sowie auf den Inseln Krk und Brač. Die Renovierung der vernachlässigten Objekte wird auf über 100 Millionen Euro geschätzt.
Durch die Kapitalerhöhung soll Jadran kreditwürdig gemacht werden, und die bisherigen Mehrheitseigentümer, die Pensionsfonds, sollen einen Minderheitsanteil behalten. Dieser Schritt wird als Versuch gewertet, die Stabilität des Geschäfts zu sichern und einen möglichen Ausverkauf von Vermögenswerten zu verhindern.
Der Auswahlprozess selbst war nicht einfach, da alle eingegangenen Angebote Bedingungen enthielten. Die Vorauswahl ist eine Phase, in der aus einer engeren Auswahl der als am besten geeignet eingeschätzte Investor gewählt wird, das letzte Wort muss jedoch die Hauptversammlung von Jadran haben.