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Kristijan wurde von seinen Eltern gesagt, er sei nicht normal wegen dem, was er plant

Gracija Požar und Kristijan Piplica haben beschlossen, ihre Zukunft in ihrer Heimatstadt Knin aufzubauen, indem sie Hobbys und Träume in erfolgreiche Geschäftsgeschichten verwandeln. Ihr Weg zeigt, wie man mit Entschlossenheit auch in kleineren Gemeinden Raum für Unternehmertum schaffen kann.

Foto: Jakob Stöberl na Pexels
Kurz gesagt
  • Gracija Požar und Kristijan Piplica kehrten in ihre Heimatstadt Knin zurück, um ihr Leben und Geschäft aufzubauen.
  • Gracija tauschte Kostümbildnerei gegen einen Reitverein, und Kristijan eröffnete innerhalb von drei Jahren zwei gastronomische Betriebe.
  • Kristijans Eltern verstanden seine Rückkehr zunächst nicht, sind heute aber seine größte Unterstützung.
  • Beide glauben, dass junge Menschen in kleineren Gemeinden wie Knin Treiber positiver Veränderungen sein können.

In einer Zeit, in der viele junge Menschen in größere Städte oder ins Ausland ziehen, um ein besseres Leben zu suchen, haben Gracija Požar und Kristijan Piplica den umgekehrten Schritt gemacht. Sie kehrten nach Knin zurück und begannen dort, ihre eigenen Geschäftsideen zu entwickeln, und beweisen, dass man auch in kleineren Gemeinden erfolgreich sein kann.

Pferde wurden vom Hobby zum Geschäft

Gracija verbrachte einige Zeit in Zagreb, wo sie studierte und sich fast zehn Jahre lang mit Kostümbildnerei beschäftigte. Dennoch führten ihre starke Verbundenheit mit Knin und eine Liebe aus der Freizeit sie auf einen neuen Weg.

"Ich habe eine Zeit lang in Zagreb studiert. Natürlich wurde ich in Knin geboren und habe dort gelebt und diese vielleicht schönste Kindheitsphase erlebt. Es sind Erinnerungen, die einen binden. Sagen wir, deshalb bin ich geblieben. Davor haben wir Pferde angeschafft, das war unser Hobby, und dieses Hobby ist jetzt zum Geschäft geworden", erzählte Gracija für Danas.net.hr.

Wegen des anstrengenden Lebens mit zwei Kindern und ständigen Reisen entschied sie sich, ihre Leidenschaft für Pferde in eine Einkommensquelle zu verwandeln. "Jetzt verwandle ich dieses Hobby in ein Geschäft. Jetzt ist das Hobby Geschäft, das Geschäft Hobby. Ich habe alles umgedreht", fügte sie hinzu.

Nach Österreich zwei gastronomische Betriebe eröffnet

Kristijan Piplica lebte vor seiner Rückkehr in Österreich. Obwohl er im Ausland war, ließ ihn das Gefühl der Zugehörigkeit und Nähe zu Familie und Freunden nicht los.

"Für mich standen vor allem die Familie, Freunde und das Gefühl, zu Hause zu sein, im Vordergrund. In Knin fühle ich mich wirklich immer zu Hause. Man vermisst dieses Gefühl von Freiheit, das ich vielleicht in Österreich nicht hatte, und ich habe immer von der Rückkehr in meine Stadt geträumt", sagte Kristijan.

Derzeit betreibt er zwei gastronomische Einrichtungen in Knin. Eine Location arbeitet saisonal, die andere ist das ganze Jahr über geöffnet. Es gelang ihm, sie im Abstand von drei Jahren zu eröffnen, und eine davon befindet sich in einem städtischen Raum, der mit Mitteln aus europäischen Fonds kofinanziert wurde. "Wir jungen Leute haben tatsächlich die Chance bekommen, zu wachsen und für junge Menschen zu arbeiten", betonte er.

Treiber des Wandels in der lokalen Gemeinschaft

Kristijan ist überzeugt, dass es in Knin genügend Entwicklungsmöglichkeiten gibt, betont jedoch die Bedeutung der Initiative. "In der Stadt Knin gibt es definitiv Potenzial und Arbeit. Aber ein junger Mensch muss immer derjenige sein, der der Antreiber ist, und die Erwachsenen werden den jungen Menschen den Rücken stärken. Das passiert in Knin immer", sagte er.

Gracija hingegen versucht durch ihren Reitverein den jüngeren Generationen Erlebnisse und Erinnerungen an das Aufwachsen zu bieten, wie sie sie selbst hatte. "Die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, in der ich diese Jahre erlebt habe, die wir immer mit der Kindheit verbinden. Durch meinen Verein und meine Arbeit mit Pferden hoffe ich, dass ich ihnen zumindest einen Teil davon gebe, dass auch sie ähnliche Erinnerungen haben wie ich", sagte sie.

Von Verwunderung zur größten Unterstützung

Die Entscheidung, nach Knin zurückzukehren, stieß bei Kristijans Familie auf Unverständnis. "Meine sagten mir, ich sei nicht normal und warum ich zurückkomme. Diese Generation ist keine Generation des Risikos und keine Generation, die einen Schritt nach vorne macht und etwas anderes tut. Ihnen war das nicht klar", erzählte er.

Mit der Zeit hat sich die Situation völlig gedreht. "Heute sind meine Eltern tatsächlich meine größte Unterstützung in meinem Geschäft und bei der Organisation von Festivals und Veranstaltungen. Die Zeiten ändern sich. Wir jungen Leute sind die Antreiber, und besonders an solchen Tagen erinnern wir uns daran, dass das Leben weitergeht und wir in die Zukunft schauen sollten, nicht in die Vergangenheit", schloss Kristijan.

Beide glauben, dass Knin eine Perspektive hat, und hoffen, dass ihre Geschichten auch andere junge Menschen inspirieren, einen Verbleib oder eine Rückkehr in ihre Stadt in Betracht zu ziehen.

Häufige Fragen
Warum kehrten Gracija und Kristijan nach Knin zurück? +
Gracija verbanden Kindheitserinnerungen und der Wunsch, ihr Hobby mit Pferden zum Geschäft zu machen, während Kristijan das Gefühl von Zuhause, Familie und Freiheit vermisste, das er in Österreich nicht hatte.
Was machen sie heute in Knin? +
Gracija leitet einen Reitverein und arbeitet mit Pferden, während Kristijan zwei gastronomische Betriebe betreibt, von denen einer aus europäischen Fonds kofinanziert wird.
Wie reagierten Kristijans Eltern auf seine Rückkehr? +
Zunächst waren sie überrascht und sagten ihm, er sei nicht normal, aber mit der Zeit wurden sie zu seiner größten Unterstützung im Geschäft.
Welche Botschaft senden sie an junge Menschen in kleineren Gemeinden? +
Sie sagen, dass es in Knin Potenzial und Arbeit gibt, aber junge Menschen müssen die Treiber des Wandels sein und in die Zukunft schauen, nicht in die Vergangenheit.

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