Ungarn am Rande der Abschaltung des Kernkraftwerks Paks
Premierminister Peter Magyar bestätigt, dass sich die Lage stabilisiert, aber das Schicksal des wichtigsten ungarischen Kraftwerks bleibt aufgrund der Wetterbedingungen in Österreich ungewiss.
Premierminister Peter Magyar bestätigt, dass sich die Lage stabilisiert, aber das Schicksal des wichtigsten ungarischen Kraftwerks bleibt aufgrund der Wetterbedingungen in Österreich ungewiss.
Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn stand während der Nacht kurz vor der vollständigen Abschaltung, erklärte der ungarische Premierminister Peter Magyar. Ein kritischer Rückgang des Donaupegels führte in den frühen Morgenstunden zur Einstellung des Betriebs, aber bis zum Morgen begann sich die Lage zu stabilisieren.
Premierminister Magyar beschrieb die dramatischen Nachtstunden in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) detailliert. "Gegen 1:30 Uhr morgens (11:30 GMT am 3. August 2026) waren wir nur Millimeter von der vollständigen Abschaltung des Kernkraftwerks Paks entfernt, aber dann wurde der Rückgang des Wasserstands gestoppt", sagte Peter Magyar. Bis zum Morgen stieg der Wasserstand um 1,5 Zentimeter, wodurch das schlimmste Szenario vermieden wurde.
Magyar schrieb auf X, dass er sich "persönlich über die aktuelle Lage in Paks informiert" habe, und fügte hinzu, dass "der Donaupegel bereits um 3 Zentimeter im Vergleich zum kritischen Niveau gestiegen ist, das zum Zeitpunkt der Betriebseinstellung am frühen Morgen verzeichnet wurde". N1 Serbien übermittelt Magyars Aussage über einen Anstieg von 3 cm, während TASS einen Anstieg von 1,5 cm angibt.
Trotz der kritischen Nacht kam die Stromerzeugung nicht vollständig zum Stillstand. "Im Moment arbeitet der letzte verbleibende Block normal", bestätigte Magyar. In einem separaten Beitrag auf X fügte er hinzu, dass "die vierte Turbine von Block 2 standardmäßig läuft und stabil Strom erzeugt".
Der ungarische Premierminister betonte, dass "alle in Paks daran arbeiten, die Stromerzeugung der letzten Turbine aufrechtzuerhalten" und dankte den Arbeitern für ihren Einsatz. Er wies darauf hin, dass die weitere Situation von der Arbeit der Experten im Kraftwerk, dem Donaupegel, den Niederschlägen in den Einzugsgebieten in Österreich sowie dem Funktionieren der Ausrüstung und anderen technischen Parametern abhängen wird.
Das Kernkraftwerk Paks ist eine Schlüsselanlage für Ungarn, und ein eventueller vollständiger Stillstand hätte ernste Folgen für die Stabilität des Stromversorgungssystems in der Region. Obwohl es keine direkte Verbindung zu Kroatien gibt, ist die Energiesicherheit Ungarns für ganz Mitteleuropa wichtig.
Magyar warnte, dass es ungewiss sei, "ob das wichtigste ungarische Kraftwerk in den kommenden Tagen eine vollständige Abschaltung vermeiden kann und ob die bereits abgeschalteten Turbinen wieder gestartet werden können". Der entscheidende Faktor wird die Niederschlagsmenge in Österreich sein, dessen Einzugsgebiete die Donau speisen.