Das Ministerium für Justiz, Verwaltung und digitale Transformation hat die Bürger Kroatiens vor falschen Nachrichten gewarnt, die über elektronische Kommunikationskanäle verbreitet werden. Ihr Ziel kann es sein, den Empfänger dazu zu verleiten, einen verdächtigen Link zu öffnen, einen Anhang herunterzuladen oder persönliche und finanzielle Informationen preiszugeben.
Vor jeder Reaktion wird den Bürgern empfohlen, den Absender, den Inhalt der Nachricht und die Internetadresse, auf die sie verweist, sorgfältig zu prüfen. Besonders misstrauisch sollte man bei Nachrichten sein, die ein Gefühl von Dringlichkeit erzeugen, mit Strafen, Kontosperrungen oder dem Verlust von Rechten drohen.
Wie man eine betrügerische Nachricht erkennt
Betrüger versuchen oft, Angst zu erzeugen, damit der Empfänger ohne weitere Prüfung reagiert. Ungewöhnliche Sprachwendungen, Rechtschreibfehler, unbekannte Telefonnummern und Links, deren Adresse nicht mit der offiziellen Domain der Institution übereinstimmt, können ebenfalls verdächtig sein.
Diejenigen, die betrügerische Mitteilungen senden, imitieren oft das Aussehen offizieller Seiten, verwenden Namen bekannter Einrichtungen und fügen staatliche Symbole hinzu. Diese Form des Identitätsdiebstahls kann genutzt werden, um Benutzerkonten zu übernehmen oder unbefugten Zugriff auf Geld zu erlangen. Daher bedeutet ein überzeugendes Erscheinungsbild nicht, dass die Nachricht tatsächlich von der Einrichtung stammt, deren Namen sie trägt.
Öffnen Sie keine Links und senden Sie keine Daten
Wenn falsche Nachrichten eintreffen, sollte man nicht darauf antworten oder den angebotenen Anweisungen folgen. Es wird nicht empfohlen, Benutzernamen, Passwörter, Bankkartennummern, persönliche Identifikationsnummern oder andere sensible Daten einzugeben. Staatliche Einrichtungen und Banken werden nicht plötzlich über eine einfache Textnachricht nach Passwörtern, Sicherheitscodes oder vollständigen Kartendaten fragen.
Am besten überprüft man die Echtheit der Mitteilung, indem man direkt auf die offizielle Website der Einrichtung geht. Die Adresse sollte man selbst in den Browser eingeben, anstatt den Link aus der erhaltenen Nachricht zu öffnen. Bürger können die Einrichtung auch über die öffentlich bekannt gegebene Telefonnummer oder E-Mail-Adresse kontaktieren, nicht über die Daten aus der verdächtigen Mitteilung.
Was tun, wenn Sie den Link bereits geöffnet haben
Wer eine verdächtige Seite geöffnet, aber keine Daten eingegeben hat, sollte sie sofort schließen und keine angebotenen Dateien herunterladen. Es wird empfohlen, das Gerät mit einem aktualisierten Sicherheitsprogramm zu überprüfen und eventuell heruntergeladene Inhalte zu entfernen. Falls dasselbe Passwort auf mehreren Plattformen verwendet wird, ist es notwendig, es auf allen verbundenen Profilen zu ändern.
Falls die falschen Nachrichten zur Eingabe von Bankdaten oder zur Genehmigung einer Finanztransaktion geführt haben, wenden Sie sich sofort an Ihre Bank. Die Bank hat die Möglichkeit, die Karte zu sperren, den Zugriff auf das Konto zu beschränken oder andere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Alle unbekannten Transaktionen sollten gemeldet werden, wobei Screenshots, die Absendernummer und der Link als potenzielle Beweise aufbewahrt werden sollten.
Eine Meldung kann die Verbreitung des Betrugs verhindern
Das Ministerium fordert die Bürger auf, wachsam zu bleiben und verdächtige Inhalte nicht ohne Warnung an andere weiterzuleiten. Es ist ratsam, falsche Nachrichten den zuständigen Behörden oder der Organisation zu melden, deren Name missbraucht wird. Eine rechtzeitige Meldung kann dazu beitragen, betrügerische Websites zu entfernen und zu verhindern, dass derselbe Angriff mehrere Personen trifft.
Entscheidend ist es, Entscheidungen unter Druck zu vermeiden. Ein paar Minuten, die man der Überprüfung von Absender, Domain und offiziellen Kontakten widmet, können finanzielle Verluste und Datendiebstahl verhindern. Die Einrichtungen empfehlen außerdem, Geräte regelmäßig zu aktualisieren, einzigartige Passwörter zu verwenden und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren, wo dies möglich ist.