Der Schauspieler Momčilo Otašević meldete sich in den sozialen Netzwerken zu Wort, um die Öffentlichkeit vor einem Betrug zu warnen, bei dem seine Identität missbraucht wird. Eine unbekannte Person hat ein gefälschtes Profil auf TikTok eröffnet, gibt sich als der Schauspieler aus und erpresst Geld von Menschen.
Otašević veröffentlichte auf seinem Instagram-Profil ein Foto des gefälschten Kontos und appellierte an seine Follower, nicht auf die Betrugsversuche hereinzufallen. "WICHTIG!!! Gefälschtes Profil auf TikTok, betrügt Menschen und erpresst Geld!!! Bitte meldet es, wer TikTok hat! Fallt nicht darauf herein", schrieb der Schauspieler.
Gefälschte 'Schauspielstiftung' und Karriereversprechen
Um den Betrug überzeugender zu machen, sandte die unbekannte Person detaillierte Nachrichten an potenzielle Opfer. Otašević teilte auch eine E-Mail, die eine Frau von dem gefälschten Konto erhalten hatte. Darin stellt sich das gefälschte Profil im Namen der "Schauspielstiftung Momčilo Otašević" vor und lädt zur Teilnahme am Programm "Sljedeća velika zvijezda" ein.
"Sehr geehrte Dame, vielen Dank, dass Sie sich an uns gewandt haben. Im Namen der Schauspielstiftung Momčilo Otašević ist es uns eine Freude, Sie formell durch das Programm 'Sljedeća velika zvijezda' zu führen, das direkt unter der Schirmherrschaft von Momčilo Otašević durchgeführt wird", heißt es in der gefälschten Nachricht. Darin wird weiterhin die Übermittlung persönlicher Dokumente und Materialien verlangt und die Zuweisung eines Drehorts versprochen.
Rechtliche Probleme im Hintergrund
Dies ist nicht das erste Mal, dass Otašević im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit steht. Kurir.rs erinnert daran, dass der Schauspieler 2023 in einen Skandal verwickelt war, nachdem Medien berichteten, er habe eine Abhöranlage in der Wohnung seiner ehemaligen Partnerin Jelena Perčin installiert.
Obwohl Perčin später von der Strafverfolgung zurücktrat, wurde das Verfahren nicht eingestellt. Die Sozialarbeiterin, deren privates Gespräch der Schauspieler angeblich unerlaubt mit seinem Mobiltelefon während einer obligatorischen Beratung vor der Scheidung aufgenommen hatte, blieb bei ihrer Klage und fordert von ihm 10.000 Euro Schadensersatz.
Bei der Verhandlung erklärte Otašević, dass er die Anschuldigungen verstehe, sich aber nicht schuldig fühle. Sein Verteidiger Imon Čoudhuri beantragte, die Öffentlichkeit vom Verfahren auszuschließen, um die Privatsphäre der Kinder des Schauspielers zu schützen, doch das Gericht lehnte diesen Antrag ab. Im Verfahren wurde auch festgestellt, dass der Schauspieler die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt und ein monatliches Einkommen von etwa 5.000 Euro hat. Nach dem Prozess entschied sich Otašević, sich aus der gesamten Situation zurückzuziehen und eine Pause vom Druck zu machen, der den gesamten Fall begleitete.