Das Innenministerium (MUP) hat am Dienstag, dem 11. August 2026, bestätigt, dass gegen den Polizeibeamten der Polizeistation Pleternica ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird. Die Entscheidung erfolgte, nachdem ein Überprüfungsverfahren zu Vorwürfen unangemessenen Verhaltens durchgeführt wurde, die in den vergangenen Wochen in der Öffentlichkeit aufgetaucht waren.
"Die Polizeidirektion Požeško-slavonska hat ein Verfahren zur Überprüfung der Vorwürfe durchgeführt. Bei den durchgeführten Überprüfungen wurde der begründete Verdacht festgestellt, dass der Polizeibeamte der Polizeistation Pleternica eine schwere Dienstpflichtverletzung begangen hat, und gegen ihn wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet", heißt es in der Antwort des Innenministeriums, die das Portal Požeški.hr veröffentlichte.
Was geschah im Dienstfahrzeug?
Den Hinweis auf die skandalösen Vorfälle gab Mitte Juli 2026 zuerst der Telegram-Journalist Drago Hedl. Nach seinen damaligen inoffiziellen Informationen hatten mehrere Angehörige des Innenministeriums aus dem Gebiet der Gespanschaft Požeško-slavonska wiederholt während der Arbeitszeit sexuelle Beziehungen mit einer Frau, und zwar in einem Dienstfahrzeug der Polizei.
Hedl berichtete über drei Polizisten und eine Frau, doch aus der neuesten Antwort des Innenministeriums geht hervor, dass das Disziplinarverfahren nur gegen einen Polizeibeamten geführt wird. Das Ministerium gab in der offiziellen Stellungnahme nicht an, auf welches konkrete Verhalten sich der festgestellte Verdacht auf eine schwere Dienstpflichtverletzung bezieht, noch wurde die Beteiligung mehrerer Personen bestätigt.
Wie wurde die Affäre aufgedeckt?
Nach früheren Berichten von Telegram kam der gesamte Fall ans Licht, nachdem eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt an dem Ort einging, an dem die besagte Frau lebt. Ihr Ehemann hatte ihr das Handy weggenommen, woraufhin sie eine Nachbarin bat, die 112 anzurufen. Als die Polizeistreife eintraf, wies der Ehemann sie darauf hin, dass sich auf dem Handy kompromittierende Aufnahmen befänden.
Die Polizisten beschlagnahmten das Handy, und bei der Durchsicht des Inhalts waren sie angeblich schockiert, als sie auf expliziten Fotos ihre Kollegen erkannten. Eine Telegram-Quelle behauptete damals, es habe Versuche gegeben, den Fall zu vertuschen, doch da sich die kompromittierenden Bilder unkontrolliert zu verbreiten begannen, war das Ereignis nicht mehr zu verbergen.
Das Innenministerium hat bisher keine weiteren Details zu dem Fall bekannt gegeben, da das Disziplinarverfahren erst noch eingeleitet werden muss. Nach Informationen des Portals Požeški.hr wurden Vorwürfe im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen einem Polizeibeamten und einer Frau aus dem Gebiet der Gespanschaft Požeško-slavonska überprüft. Auch ist aus Polizeikreisen die Identität der Frau und der drei Polizisten bekannt, die angeblich beteiligt waren, doch das Innenministerium hat diese Angaben nicht offiziell bestätigt. Im Juli antwortete die Polizeidirektion Požeško-slavonska auf eine Anfrage von Telegram, dass sie keine polizeilichen Ermittlungen durchführe, aber das Verhalten eines Beamten überprüfe. "Wir informieren Sie, dass die Polizeidirektion Požeško-slavonska keine polizeilichen Ermittlungen in Bezug auf die Vorwürfe durchführt, auf die sich Ihre Anfrage bezieht. Gleichzeitig laufen Überprüfungen der Vorwürfe über mögliches unangemessenes Verhalten eines Polizeibeamten", antwortete die Polizei damals, und diese Überprüfungen haben nun zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens geführt.