Der kroatisch-serbische Staatsbürger Bogoljub M. (26), von Beruf Wirtschaftstechniker, wurde zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er Ende April dieses Jahres am Grenzübergang Bajakovo mit 10,5 Kilogramm Kokain in seinem Fahrzeug gestoppt worden war. Der Fall wurde durch eine Einigung mit der USKOK gelöst, und die in Untersuchungshaft verbrachte Zeit ab dem 1. Mai 2026 wird auf die Strafe angerechnet.
So wurde das Kokain im Passat entdeckt
Bogoljub M. erreichte am 30. April 2026 um 22:12 Uhr den Grenzübergang Bajakovo, als er einen VW Passat mit britischen Kennzeichen fuhr. Aufgrund eines richterlichen Beschlusses durchsuchten die Polizisten das Fahrzeug und fanden im Kofferraum unter der Rücksitzbank 11 Pakete mit insgesamt 10,5 Kilogramm Kokain. Neben der Droge wurden ihm auch britische Pfund abgenommen, die vermutlich aus dem Drogenhandel stammen.
Laut Anklage der USKOK übernahm Bogoljub M. die Droge am selben Tag gegen 18:50 Uhr im Gebiet der Gespanschaft Vukovar-Srijem von einer unbekannten Person. Zuvor hatte er in Serbien den Ankauf und die Übernahme des Kokains in Kroatien vereinbart, mit der Absicht, es zurück nach Serbien zu transportieren.
Aktivitäten der kriminellen Vereinigung
Die USKOK stellte in den Ermittlungen fest, dass Bogoljub M. Teil einer kriminellen Vereinigung war, die von November 2025 bis zum 30. April 2026 in Serbien, Kroatien und mehreren anderen EU-Ländern tätig war. Die Gruppe beschaffte, transportierte und verkaufte kontinuierlich große Mengen Kokain an bereits vereinbarte Kunden, zusammen mit noch unbekannten Personen.
Nach seiner Festnahme wurde Bogoljub M. in Untersuchungshaft genommen, mit zwei Strafanzeigen: wegen unerlaubter Herstellung und Handel mit Drogen sowie wegen Geldwäsche. Als er sah, dass ihm eine mehrjährige Haftstrafe drohte, entschied er sich unmittelbar nach Erhebung der Anklage für eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft.
Was das Gericht anordnete
Neben der Haftstrafe ordnete das Gericht die Vernichtung der beschlagnahmten Drogen sowie die Einziehung eines Mobiltelefons und eines Apple-Trackers an, der in der Drogenprobe gefunden wurde. Bogoljub M. müssen zwei Mobiltelefone und sein beschlagnahmter Personalausweis zurückgegeben werden. Außerdem muss er 2246 Euro Gerichtskosten zahlen, wovon der größte Teil auf die toxikologische Untersuchung entfällt, die das Zentrum für forensische Untersuchungen, Forschung und Gutachten "Ivan Vučetić" durchgeführt hat. Diese Kosten werden mit den 1940 britischen Pfund verrechnet, die ihm bei seiner Festnahme abgenommen wurden.
Es bleibt unklar, ob der Rest der Bande in Serbien inzwischen festgenommen wurde, ebenso wie der Geldbetrag, den Bogoljub M. für den Transport erhalten sollte. Auch ist nicht bekannt, ob die Kokainkäufer die Ware bereits bezahlt haben, die die kroatische Polizei in den Öfen der Firma Nexe aus Našice vernichten wird.