Auf den Kornaten kam es zu einer heftigen verbalen Auseinandersetzung, nachdem ein Segler die Besatzung eines Schnellboots darauf hingewiesen hatte, dass sie sich zu dicht an der Küste bewegen, wie Morski.hr berichtet. Der Vorfall, der mit einer Kamera aufgezeichnet wurde, verbreitete sich schnell in den sozialen Medien.
Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann von einem Boot aus die Insassen des Schnellboots warnt, dass sie in Ufernähe gleiten, was die Sicherheit von Badegästen und anderen Verkehrsteilnehmern auf See gefährden könnte. Anstatt langsamer zu fahren, reagierte die Besatzung des Schnellboots äußerst heftig.
Drohungen und Eigentumsansprüche
Besonders hervor tat sich eine Frau auf dem Schnellboot, die, als sie bemerkte, dass die gesamte Szene gefilmt wurde, zu schreien und zu fluchen begann. Während des Streits behauptete eine Person, dass die Insel ausschließlich ihnen gehöre und dass sich die anderen auf ihrem Territorium befänden.
Das ist meine Insel, geh weg, verdammt noch mal, das ist meine Insel!
schrie die Frau, während der Mann vom anderen Boot versuchte zu erklären, dass das Problem das Gleiten direkt an der Küste sei. Der Konflikt eskalierte so weit, dass gegenseitige Provokationen und Diskussionen darüber zu hören waren, wer das Recht habe, sich in diesem Gebiet aufzuhalten.
Meeresgut ist nicht privat
Nach dem Gesetz über Meeresgut und Seehäfen stellt der Küstenstreifen, der den Status von Meeresgut hat, ein Allgemeingut dar und kann nicht in Privatbesitz sein. Das bedeutet, dass der Besitz von Land auf der Insel niemandem das Recht gibt, sich die Küste anzueignen oder andere vom Meeresgut zu vertreiben.
Auch wenn private Eigentümer den Zugang zu ihren Grundstücken im Inselinneren einschränken können, dürfen sie sich nicht eigenmächtig die Küste aneignen, die den Status von Meeresgut hat. Alle Bürger haben das Recht, sich in diesem Gebiet aufzuhalten und zu bewegen, und jedes abweichende Verhalten kann strafbar sein.