Der Nordatlantikrat trat am Mittwoch, dem 12. August 2026, zusammen, um die jüngsten Drohnenvorfälle und Luftraumverletzungen über Polen und Rumänien zu erörtern. Die Verbündeten drückten dabei ihre Solidarität mit den beiden betroffenen Mitgliedern aus und bekräftigten, dass Russland die volle Verantwortung für die gefährlichen und inakzeptablen Verletzungen trägt, wie die NATO mitteilte.
Russland zeigt zunehmende Risikobereitschaft
Nach Angaben von Euronews haben in den letzten Wochen mehrere Drohnen den rumänischen Luftraum verletzt. Der rumänische Präsident Nicușor Dan bezeichnete es als "unzulässig und unerträglich", dass der Kreml weiterhin den Himmel des Landes verletzt. Am 29. Juli 2026 fiel ein Marschflugkörper auf polnisches Territorium, und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte damals, dass die bewaffnete Drohne 50 Kilometer von der Stadt Lublin entfernt niedergegangen sei und "wahrscheinlich" russisch gewesen sei.
"Dieser Vorfall ist eine weitere rücksichtslose Handlung Russlands und eine gefährliche Folge seines Krieges gegen die Ukraine", sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Die Sprecherin des Bündnisses, Allison Hart, erklärte am Mittwoch, dass die Verbündeten die russischen "rücksichtslosen Handlungen" verurteilt und ihre Solidarität mit Rumänien und Polen ausgedrückt hätten.
Stärkung der Verteidigung von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer
Der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz sagte, das Bündnis habe klare Solidarität und Bereitschaft zu "neuen Maßnahmen" zur Stärkung der Sicherheit gezeigt, insbesondere entlang der NATO-Grenzen und der Ostsee. Laut Anadolu Agency hat das Bündnis zugesagt, die Luft- und Raketenabwehr von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer zu stärken.
Der rumänische NATO-Botschafter Dan Neculăescu betonte die Notwendigkeit, dass die Verbündeten weiterhin zu militärischen Fähigkeiten beitragen, die es Bukarest und der NATO ermöglichen, sich effektiver zu verteidigen. "Ich habe auch meine Solidarität mit unseren polnischen Freunden zum Ausdruck gebracht, während wir die Koordination an der Ostflanke fortsetzen", sagte er.
Unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine
Aus der Erklärung des Treffens geht hervor, dass die Verbündeten betonten, dass "diese und andere unverantwortliche Handlungen Russlands uns nicht von unserem dauerhaften Engagement für die Ukraine abbringen werden, deren Sicherheit zu unserer eigenen beiträgt". Der russische Einmarsch in die Ukraine geht nun in sein fünftes Jahr.
In der Zwischenzeit hat Portugal seine Luftpolizeimission in Estland abgeschlossen, wo portugiesische F-16 die NATO-Luftverteidigung im Rahmen der verstärkten Überwachungsaktivitäten Eastern Sentry unterstützten, wie die NATO auf der Plattform X mitteilte.