OPEC+ einigt sich grundsätzlich auf Erhöhung der Ölproduktion für September
Sieben Mitglieder unter Führung Saudi-Arabiens und Russlands erhöhen die Quoten um 188.000 Barrel pro Tag, gefolgt von einer Pause im vierten Quartal.
Sieben Mitglieder unter Führung Saudi-Arabiens und Russlands erhöhen die Quoten um 188.000 Barrel pro Tag, gefolgt von einer Pause im vierten Quartal.
Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) haben sich grundsätzlich auf eine Erhöhung der Produktionsquoten für September 2026 geeinigt, berichtet Reuters unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle. Die Entscheidung wurde bei einer Videokonferenz am 2. August getroffen und umfasst eine Anhebung der Produktionsziele um zusätzliche 188.000 Barrel pro Tag.
Laut Straits Times, die sich auf zwei Delegierte beruft, werden die sieben Mitglieder unter Führung Saudi-Arabiens und Russlands dieser Erhöhung voraussichtlich zustimmen. Es handelt sich um einen symbolischen Schritt, der die theoretische Erholung des seit 2023 unterbrochenen Angebots abschließt und gleichzeitig Raum für zusätzliche Mengen nach dem Ende des Krieges im Nahen Osten schafft.
Obwohl die Erhöhung vorerst weitgehend symbolisch ist, könnte sie Saudi-Arabien Spielraum für eine tatsächliche Produktionssteigerung geben, sobald sich die Ölströme aus dem Persischen Golf normalisieren. Dies würde dazu beitragen, die erschöpften weltweiten Lagerbestände wieder aufzufüllen. Reuters berichtet, dass nach der Erhöhung im September eine Pause im vierten Quartal 2026 folgen wird.
Der durch den Konflikt verursachte Angebotsdruck treibt die Preise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel in die Höhe, was Ängste vor einer neuen Inflationswelle schürt. US-Präsident Donald Trump erklärte an diesem Wochenende, dass die USA neue Angriffe auf den Iran einstellen werden, nachdem die Islamische Republik und andere Nahost-Staaten signalisiert hatten, dass sie an einer Einigung arbeiten.
Eine mögliche Angebotserhöhung durch OPEC+ könnte den vorübergehenden Überschuss wiederbeleben, der während des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran im Juli 2026 auftrat. Einige Analysten sagen eine Rückkehr dieses Angebotsüberschusses im späteren Jahresverlauf voraus. Zusätzliche Unsicherheit bringt der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der Organisation im Mai 2026, nach jahrelanger Unzufriedenheit mit den von der OPEC auferlegten Beschränkungen. Dieser Schritt hat Spekulationen ausgelöst, dass sich die Gruppe eines Tages in einem Kampf um Marktanteile wiederfinden könnte.
Obwohl die Nachricht keinen direkten Bezug zu Kroatien hat, beeinflussen die Entscheidungen der OPEC+ direkt die globalen Energiepreise und damit die Inflation und die Lebenshaltungskosten der kroatischen Bürger sowie das Geschäft lokaler Unternehmen.