Der Gastauftritt von Hajduk in Vilnius stand im Zeichen des jungen Mittelfeldspielers Rokas Pukštas, der ein großartiges Spiel machte und sein erstes Tor in europäischen Wettbewerben erzielte. Seine Leistung blieb auch beim gegnerischen Team nicht unbemerkt, das ihn zu einem der besten Spieler auf dem Platz kürte. Doch was nach dem Spiel folgte, verlieh der gesamten Geschichte eine besondere, emotionale Dimension. In den sozialen Medien meldete sich sein Vater Mindaugas Pukštas zu Wort, dessen Beitrag schnell zum Hauptthema unter den Fans des Splitter Klubs wurde.
Das goldene Zeitalter des litauischen Sports und der Beginn einer Liebe
Mindaugas begann seine Geschichte mit einem Rückblick auf die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die für ihn das goldene Zeitalter des litauischen Sports darstellen. Er erinnerte sich an den Basketballverein Žalgiris aus Kaunas, angeführt von der Legende Arvydas Sabonis, der drei aufeinanderfolgende Meistertitel in der Sowjetunion gewann. Besonders hob er den Moment hervor, der sich in sein Gedächtnis eingebrannt hat.
"Jovaišas Dreier im Finale 1985 zur 77:75-Führung gegen Moskau ZSKA ist einer der eindrucksvollsten Momente meines Lebens", schrieb Mindaugas Pukštas.
Neben Basketball hob er auch den Erfolg des Handballvereins Granitas hervor, der in der Sporthalle von Kaunas, angeführt von Valuckis, Atlético Madrid besiegte und einen europäischen Pokal gewann.
Schlüsseldatum: 1987 und Liebe auf den ersten Blick
Dennoch wurde Fußball zum Schicksalssport der Familie Pukštas. Der entscheidende Moment ereignete sich 1987, als sein Onkel Mindaugas zum ersten Mal zu einem Spiel von FK Žalgiris Vilnius mitnahm. "Žalgiris schlug damals Dynamo Moskau mit 4:0. Nicht nur das Ergebnis hat mich überzeugt, sondern die gesamte Atmosphäre, die Fans, das Stadion, das Gefühl auf den Rängen. An diesem Abend habe ich mich in den Fußball verliebt", erinnerte er sich. Er fügte hinzu, dass sein Vater ihn danach zum Training anmelden musste und dass er sein Leben seitdem in Vierjahreszyklen maß, von einer Weltmeisterschaft zur nächsten.
In derselben Saison qualifizierte sich Žalgiris erstmals für europäische Wettbewerbe und gewann das erste Spiel gegen Austria Wien mit 2:0. Das erste europäische Tor für den Verein erzielte Fridrikas. Nachdem Litauen die Unabhängigkeit erlangt hatte, wurden die Besuche des alten Stadions in Vilnius, um die Nationalmannschaft zu sehen, wie er sagt, zur Pflicht.
Das Schicksal wählte den Fußball
Angesichts dieser Familiengeschichte war die Wahl für den kleinen Rokas klar. "Als Rokas geboren wurde, hatte er nicht viele Optionen. Er musste Fußball spielen", schrieb sein Vater. Genau dieser Satz wurde zum Kern der gesamten Geschichte, die ihren Höhepunkt im Spiel am Donnerstag, dem 7. August 2026, erreichte.
"Heute kam er nach Vilnius und spielte gegen Žalgiris, den Verein, durch den ich mich vor fast vier Jahrzehnten in diesen Sport verliebt habe. Meine Familie war im Stadion. Rokas erzielte ein Tor, sein erstes in europäischen Wettbewerben. Es war ein besonderer Abend. Ich bedauere nur, dass mein Vater nicht dort war, um es zu sehen", schrieb Mindaugas und verbarg seine Emotionen nicht.
Dank und Botschaft für die Zukunft
Am Ende seines Beitrags richtete der Vater von Rokas Pukštas einen großen Dank an die Organisation von Žalgiris und Andrius Tapinas, dank denen Rokas' Verwandte das Spiel live verfolgen konnten, obwohl er für die gegnerische Mannschaft spielte. Er äußerte die Überzeugung, dass der Verein in guten Händen ist und mit Geduld zu altem Ruhm zurückkehren wird. Seine Geschichte rundete er mit einem Gedanken über zukünftige Generationen und dem berühmten Zitat von Bill Shankly ab: "Manche Leute halten Fußball für eine Frage von Leben und Tod. Sie irren sich. Er ist viel wichtiger als das".