Eine der schönsten Aussichten an der Adriamagistrale, vom Rastplatz am Dupci-Pass zwischen der Omiška Dinara und dem Biokovo, wird seit Jahren von einem Anblick begleitet, der in die Augen sticht. Die Mülltonnen sind überfüllt, und der Abfall häuft sich überall an, während die Bura Plastikflaschen, Tüten und Verpackungen die schwer zugänglichen Hänge hinunter in Richtung der sagenumwobenen Bucht Vruja und zum Meer trägt.
Touristenpostkarte, übersät mit Müll
Vom Rastplatz an der Adriamagistrale bietet sich ein spektakulärer Blick auf die Inseln Brač und Hvar, die Berge und die Bucht Vruja zwischen Piska und Brela. Doch statt dass Reisende anhalten und die unberührte Natur genießen, erwartet sie ein beschämender Anblick. Lässt man den Blick etwas tiefer schweifen, sieht man die ganze Traurigkeit eines Landes, das vom Tourismus lebt, Flaschen, diverse Verpackungen und anderer Abfall sind überall verstreut.
An den schwer zugänglichen Hängen hat der Wind Müll verteilt, den niemand einsammelt. Es ist klar, dass sich die Bura mehr um den Abfall kümmert als die kommunalen Dienste, und das Problem wiederholt und verschlimmert sich von Jahr zu Jahr.
Toi-Toi-WC bei 40 Grad und beklebte Schilder
Auch die braune touristische Beschilderung ist nicht vom Nachlässigkeit verschont. Die Schilder sind mit zahlreichen Aufklebern beklebt, unter denen die Kennzeichen von Fan- und Hooligan-Gruppen aus ganz Europa dominieren. Besonders besorgniserregend ist der Zustand der Toi-Toi-Toilette, eine Plastikkabine, die den ganzen Tag bei über 40 Grad steht und deren Geruch man sich nicht zu beschreiben traut.
Man fragt sich, was für Menschen hier leben, wenn sie sich nicht um solche Schönheit kümmern. Doch die Verantwortung liegt auch bei den zuständigen Diensten, die es offensichtlich nicht schaffen, dieses langjährige Problem zu lösen.
Zwanzig Jahre für die Verwüstung, für den Müll ist die Lösung einfach
Der Staat brauchte fast zwanzig Jahre, um zu erkennen, dass der Unternehmer Stipe Latković in Vruja illegal baut und eine Verwüstung durchführt, deren Folgen auch heute noch sichtbar sind. Mit dem Müll sollte es jedoch einfacher sein, man muss ihn nur aufsammeln.
Wenn wir nicht in der Lage sind, uns um die Rastplätze zu kümmern, ist die Lösung einfach: Betonblöcke aufstellen und sie schließen. Touristen sollen sie sich auf Fotos ansehen, angesichts dessen, wie sich einige von ihnen verhalten. Müll in der Natur, besonders im Meer, wird nicht verziehen, Mikroplastik wurde längst in den Mägen der wichtigsten Fischarten in der Adria gefunden.