Das US-Verteidigungsministerium erwägt, die amerikanische Militärpräsenz im Persischen Golf nach dem Krieg mit dem Iran zu reduzieren, berichtete die Washington Post am Dienstag, den 18. August 2026, unter Berufung auf Quellen in der US-Regierung. Laut dem Bericht prüft das Pentagon, "ob es Truppen aus dem Persischen Golf abziehen soll, wo große amerikanische Übersee-Militärstützpunkte monatelang iranischen Angriffen ausgesetzt waren".
Quellen zufolge hat das Verteidigungsministerium "bereits signalisiert, dass es seine Stützpunkte möglicherweise nicht in dem Umfang wieder aufbauen wird, wie sie vor dem Konflikt bestanden". Wie die Washington Post schreibt, handelt es sich um eine Bewertung der militärischen Präsenz im Nahen Osten, die ein frühes Zeichen dafür sein könnte, dass der Iran-Krieg die amerikanische Präsenz in der Region verändern könnte.
Optionen für die Verlegung von Truppen
Laut dem Bericht, den Clash Report übernimmt, gehört zu den erwogenen Optionen die Verlegung von Truppen nach Westen, nach Jordanien, Israel oder Saudi-Arabien, anstatt beschädigte Einrichtungen wieder aufzubauen. Eine formelle Entscheidung ist noch nicht gefallen.
In die Bewertung sind der Generalstab und das US-Zentralkommando (CENTCOM) einbezogen, berichtet die Washington Post. Die Zeitung betont, dass es sich nicht um eine umfassende Überprüfung der amerikanischen Militärpräsenz in der Region handelt, sondern um eine Evaluierung durch das Planungsbüro des Pentagons.
Chronologie des Konflikts
Die USA und Israel begannen am 28. Februar 2026 einen Krieg gegen den Iran. Im Juni unterzeichneten Washington und Teheran ein Memorandum of Understanding, das einen sofortigen Waffenstillstand an allen Fronten, einschließlich des Libanon, vorsah.
Allerdings setzten die USA in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli ihre massiven Angriffe auf den Iran fort und warfen ihm vor, bestehende Abkommen in Bezug auf die Straße von Hormus zu verletzen. Diese Meerenge ist ein zentraler Streitpunkt, da durch sie 25 Prozent des globalen Ölhandels und etwa 20 Prozent des Handels mit Flüssigerdgas abgewickelt werden.