Das für Umweltschutz und grüne Transition zuständige Ministerium hat für die bereits errichtete Lithiumverarbeitungsanlage in der Industriezone Smiljansko polje bei Gospić eine Umweltverträglichkeitsprüfung angeordnet. Die Entscheidung wurde am 4. August 2026 getroffen und mit potenziellen Risiken für Grundwasser, Boden, Luft und die menschliche Gesundheit begründet, weshalb erhebliche negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden können.
Der Investor, die Firma Jedro DS Innovation, errichtete die Anlage unter Nutzung der gültigen Baugenehmigung und früherer Zustimmungen der zuständigen Institutionen. Das Ministerium stellte erst nachträglich fest, dass die Anlage falsch klassifiziert war, was nun die Durchführung eines vollständigen Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens erfordert.
Was produziert werden soll und in welchen Mengen
In der Anlage soll gekauftes Lithiumcarbonat durch ein chemisches Verfahren zu Lithiumhydroxid-Monohydrat verarbeitet werden, einem Rohstoff, der unter anderem bei der Herstellung von Batterien verwendet wird. Die jährliche Kapazität ist auf 10.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ausgelegt.
Um dieses Produktionsniveau zu erreichen, müssten jährlich etwa 8.800 Tonnen Lithiumcarbonat und 7.300 Tonnen Calciumoxid angeliefert werden. Während des Prozesses würden als Nebenprodukt etwa 11.890 Tonnen Calciumcarbonat entstehen, chemisch hergestellte Kreide. Die Anlage ist für einen Dauerbetrieb von etwa 7.600 Stunden pro Jahr ausgelegt.
Investierte Millionen und was als Nächstes kommt
Nach früheren Angaben des Investors wurden etwa 11 Millionen Euro in den Bau und die Ausstattung der Anlage investiert. Die neue Entscheidung des Ministeriums wirft nun Fragen zum weiteren Projektverlauf und zu den Bedingungen auf, unter denen die Anlage ihren Betrieb aufnehmen könnte.
Das Ministerium nannte als Hauptgrund für die Einleitung der Prüfung die Möglichkeit, dass die genannte chemisch-industrielle Anlage Auswirkungen auf die Wasserressourcen haben könnte.