Bei einem schweren Verkehrsunfall, der sich am Abend des 11. August 2026 in Hadžići bei Sarajevo ereignete, kam eine Person ums Leben, drei wurden verletzt. Der Vorfall ereignete sich, als ein Motorrad, das von einem Polizisten außer Dienst gefahren wurde, in eine Gruppe von Fußgängern in der Siedlung Binježevo fuhr.
Am Steuer: Viktor Ćatić, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft
Wie dem Portal Klix.ba bestätigt wurde, saß Viktor Ćatić, Polizeibeamter der Polizeidirektion des Innenministeriums des Kantons Sarajevo, am Steuer des Motorrads. Ćatić ist der Öffentlichkeit auch als Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizeibeamten, Staatsbediensteten und Angestellten des Kantons Sarajevo bekannt. Zum Zeitpunkt des Unfalls war er nicht im Dienst.
Am Unfallort verlor eine 52-jährige Frau ihr Leben, während zwei Personen schwere und eine Person leichte Verletzungen erlitten. Ćatić wurde am Mittwoch um 01:40 Uhr festgenommen. Das Innenministerium des Kantons Sarajevo teilte mit: "Aufgrund des Verdachts, schwere Straftaten gegen die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs begangen zu haben, wurde V.Ć. um 01:40 Uhr festgenommen."
Ermittlungen unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft
Die Information über den Unfall wurde von der Sprecherin des Innenministeriums des Kantons Sarajevo, Mersiha Novalić, bestätigt, wie Klix.ba berichtete. Sie gab an, dass alle drei Verletzten in das Klinische Zentrum der Universität Sarajevo (KCUS) gebracht und dort medizinisch versorgt werden.
Der zuständige Staatsanwalt der Kantonalen Staatsanwaltschaft Sarajevo wurde über den Vorfall informiert, begab sich zum Unfallort und leitet die Ermittlungen. Die genauen Gründe, warum das Motorrad in die Fußgänger fuhr, sind bislang nicht geklärt.
Übrigens ist auf den Straßen in Bosnien und Herzegowina in den Sommermonaten ein deutlicher Anstieg der Unfälle mit Motorradfahrern zu verzeichnen. Nach Angaben des Fernsehsenders N1, die Polizei- und Medienberichte zusammenfassen, sind allein vom 1. Juni bis zum 11. August dieses Jahres bei solchen Unfällen mindestens zehn Personen ums Leben gekommen, und eine deutlich höhere Zahl erlitt schwere Verletzungen.