Die Polizei ist am Dienstag, dem 11. August 2026, in die Stadtverwaltung von Slavonski Brod eingedrungen, bestätigte Stadträtin Slavica Lemaić. Die Maßnahmen folgten auf monatelange Warnungen darüber, wie eine Firma von der Stadt insgesamt 74 Aufträge im Wert von über 1,83 Millionen Euro erhalten hat, und das in nur dreieinhalb Jahren.
Lemaić, die diesen Fall in einem Beitrag mit dem Titel "1,83 Millionen Gründe für Antworten!" öffentlich gemacht hatte, betonte, dass das Problem nicht eine isolierte Rechnung für Sand oder ein Volleyballfeld sei. Sie führte aus, dass fast 45 Prozent aller identifizierten Aufträge über Bestellungen, also ohne öffentliche Ausschreibung, abgewickelt wurden, was ernste Fragen zur Transparenz der Verwendung des Stadthaushalts aufwirft.
"Fakten müssen von Institutionen festgestellt werden, nicht von der Politik"
Obwohl die Polizei in die Stadtverwaltung kam, stellte Lemaić klar, dass sie das Ergebnis nicht vorwegnehme. "Heute ist die Polizei in die Stadtverwaltung gekommen. Das bedeutet nicht, dass jemand schuldig ist, und ich nehme die Ergebnisse der Maßnahmen der zuständigen Institutionen nicht vorweg", schrieb die Stadträtin. Sie betonte, dass sie genau deshalb darauf besteht, dass Institutionen und nicht die Politik die Fakten feststellen.
Ihr Punkt ist, dass, wenn alles gesetzeskonform und transparent durchgeführt wurde, die Dokumentation dies beweisen sollte. Andernfalls müssen die zuständigen Behörden feststellen, wer verantwortlich ist. Als Stadträtin hob sie besonders die Frage der Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungen und möglicher Interessenkonflikte hervor.
Eine Kombination, die eine detaillierte Prüfung erfordert
Das polizeiliche Vorgehen allein ist kein Beweis für eine Straftat oder die Schuld einer Person oder Firma. Dennoch ist es angesichts des Betrags von 1,83 Millionen Euro, 74 Aufträgen und einer großen Anzahl von Bestellungen gerechtfertigt, jeden Vertrag und jede Entscheidung im Detail zu prüfen.
Slavica Lemaić warnt seit Monaten, dass das Problem nicht nur eine Rechnung ist, sondern die Art und Weise, wie öffentliche Gelder verteilt wurden. Jetzt fordern nicht nur die Opposition, sondern auch die Institutionen die Dokumentation an.