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Poljud wartet auf die Erlösung: Hajduk jagt die ersten Punkte

Nach der Niederlage in Varaždin und dem überzeugenden Europapokalsieg stehen die Weißen unter dem Zwang zum Triumph. Istra 1961 kommt mit verjüngtem Kader und ohne Druck, bereit, jeden Abwehrfehler zu bestrafen.

Foto: Wikipedia (Stadion Poljud)
Kurz gesagt
  • Hajduk und Istra 1961 suchen am Sonntag um 21 Uhr auf dem Poljud nach den ersten Meisterschaftspunkten.
  • Hajduk verlor im ersten Spieltag gegen Varaždin, besiegte aber in Europa Žalgiris mit 5:2.
  • Istra unterlag Lokomotiva mit 2:3, zeigte jedoch mit verjüngtem Kader offensives Potenzial.
  • Hajduk ist klarer Favorit (72% Chance) und feierte in 62 direkten Duellen 36 Siege.

Hajduk und Istra 1961 schließen am Sonntag um 21 Uhr auf dem Poljud das verkürzte zweite Spiel der SuperSport HNL ab. Das Derby zwischen Rijeka und Dinamo wurde verschoben, sodass die Aufmerksamkeit vollständig dem Rasen in Split gilt, wo beide Mannschaften auf der Jagd nach den ersten Meisterschaftspunkten der neuen Saison sind.

Europäischer Rückenwind, heimische Narbe

Die Mannschaft von Trainer Gonzalo Garcia zeigt zum Saisonstart zwei völlig unterschiedliche Gesichter. In der Meisterschaft erlebten sie eine kalte Dusche mit einer 1:2-Niederlage in Varaždin, wo frühe Gegentore die Abwehrschwächen offenbarten. Auf der anderen Seite brachte die europäische Bühne die komplette Wende – ein überzeugendes 5:2 gegen Žalgiris in der dritten Qualifikationsrunde der Conference League gab das Selbstvertrauen zurück. Es war das dritte Auswärtsspiel in Folge für die Weißen, die am Freitag nach Split zurückkehrten, und nun ist die Schlüsselfrage, ob Hajduk diese Energie auch in die heimische Liga übertragen kann. Garcia gab zu, wie sehr der anstrengende Rhythmus die Mannschaft beeinflusst hat: „Unser größtes Problem war, dass wir viele Auswärtsspiele in Folge und Reisen hatten, die uns erschöpft haben. Ich war müde, und ich reise nur mit ihnen, trainiere nicht und spiele nicht. Das hat uns zerstört. Es ist beschissen, wenn man 72 Stunden zwischen den Spielen hat und 20 Stunden unterwegs ist. Jetzt ist alles in Ordnung, die Spieler sind gut und haben sich körperlich erholt.“

Die letzten fünf Spiele zeigen ein gemischtes Bild der Form: zwei Siege (5:2 gegen Žalgiris und 2:0 gegen Pafos) und drei Niederlagen (1:2 gegen Varaždin und Žilina sowie 0:4 gegen Pafos). Die Statistik der direkten Duelle mit Istra seit 2009 ist dennoch ein starkes Argument. In 62 ausgetragenen Begegnungen feierte Hajduk 36 Siege, während die Puljani 13 Mal gewannen. Das letzte Aufeinandertreffen ging ebenfalls mit 3:1 an die Weißen.

Junge Puljani mit offensivem Potenzial

Istra 1961 ist unter dem neuen Trainer Javier Cabello mit einem deutlich verjüngten Kader nach dem Abgang von Schlüsselspielern in die Saison gestartet. Die 2:3-Niederlage gegen Lokomotiva im ersten Spiel hat sie nicht entmutigt. Die zwei erzielten Tore zeigten, dass sie über offensive Qualität verfügen, auch wenn die drei Gegentore die defensive Verletzlichkeit unterstrichen – ein Problem, das sie mit dem Sonntagsgastgeber teilen.

Die Form von Istra in den letzten sechs Spielen wirkt stabiler: drei Siege (5:2 gegen Orijent, 2:1 gegen MK Dons und 3:0 gegen Opatija), zwei Unentschieden (beide 2:2 gegen Lecce und UTA) sowie eine Niederlage (2:3 gegen Lokomotiva). Interessanterweise war die durchschnittliche Spielerbewertung von Istra im ersten Spiel (6,80) etwas höher als die der Hajduk-Spieler (6,68), was darauf hindeutet, dass ihre Leistung trotz der Niederlage nicht schlecht war.

Personelle Herausforderungen und taktische Unbekannte

Trainer Garcia sieht sich einem Problem im Angriff gegenüber. Der junge Roko Brajković wird wegen einer Kreuzbandverletzung im Knie die gesamte Saison verpassen, was Raum für andere Optionen in der Spitze öffnet. Es wird erwartet, dass Marko Livaja in die Startelf zurückkehrt, nachdem er in dieser Saison nur einmal von Beginn an gegen Varaždin gespielt und in der 90. Minute einen Elfmeter zum Ausgleich vergeben hatte. Außerdem soll Šego den Platz von Bamba auf dem rechten Flügel einnehmen. In der Abwehr ist ein Wechsel fast sicher: Van Hoorenbeeck, der gegen Žalgiris aus Vorsicht wegen Unbehagens in der hinteren Oberschenkelmuskulatur ausgewechselt wurde, wird durch Raci ersetzt. Garcia erklärte: „Wir haben Alec aus Vorsicht herausgenommen, aber alles ist in Ordnung. Er ist nicht verletzt, er hat nur ein Unbehagen gespürt. Er dachte, er könnte weitermachen, aber für mich ergab es keinen Sinn, ihn noch 20 Minuten auf dem Feld zu lassen. Ich weiß, dass die Spieler müde sind, wir hatten eine schwere Woche, also wollte ich kein weiteres Risiko eingehen.“

Die mögliche Aufstellung von Hajduk umfasst Silić im Tor, eine Abwehr mit Acapandié, Marešić, Van Hoorenbeeck und Hrgović, das Mittelfeld mit Pukštas und Pajaziti sowie die Angriffsreihe Bamba, Dalisson, Šotiček und Šego. Auf der anderen Seite könnte Istra in folgender Formation spielen: Kolić - Hrvatin, Nasraoui, Miettinen, Šepić - Kablar, Albarracín - Škafar Žužić, Šaranić, Frederiksen - Jaganjac. Beide Trainer, Garcia und Cabello, sind sich bisher in offiziellen Spielen nicht begegnet, daher wird ihr taktisches Duell eine zusätzliche Attraktion des Abends sein. Garcia lobte besonders Marin Šotiček und Anđelo Šutalo für ihre Leistungen gegen Žalgiris.

Die Festung Poljud und die Favoritenrolle

Hajduk ist traditionell ein Publikumsmagnet, und der Verein hat bereits früh mit dem Ticketverkauf begonnen, wobei aktive Mitglieder bevorzugt werden, insbesondere für die Nordtribüne. Die Unterstützung von den Rängen sollte ein entscheidender Rückenwind sein. Die Wettanbieter sehen den Gastgeber klar als deutlichen Favoriten und schätzen die Siegwahrscheinlichkeit der Weißen auf etwa 72 Prozent.

Dennoch kommt Istra ohne jeglichen Druck auf den Poljud, im Bewusstsein, nichts zu verlieren zu haben. Gerade solche Mannschaften erweisen sich oft als die unangenehmsten Gegner, besonders wenn die Heimabwehr die Fehler aus Varaždin wiederholt. Das Sonntagsspiel bietet die Chance auf Erlösung und den Anschluss an die Tabellenspitze, aber auch die Gelegenheit für die jungen Puljani zu zeigen, dass ihr Projekt eine Zukunft hat.

Gerüchte um Verstärkung: Selahi auf dem Radar?

Vor dem Spiel tauchten Informationen über einen möglichen Wechsel von Lindon Selahi, einem 27-jährigen albanischen defensiven Mittelfeldspieler, zu den Weißen auf. Selahi spielt derzeit für den polnischen Verein Widzew aus Łódź, mit einem Vertrag bis 2028, und sein Agent Adrian Aliaj erwähnte die Option einer Ausleihe auf den Poljud. Dennoch dementierte Garcia konkrete Kontakte: „Ich kenne Lindon, weil er bei mir in Twente gespielt hat, und wir haben zu Beginn des Transferfensters über Optionen gesprochen, aber soweit ich weiß, ist der Klub nicht mit ihm in Kontakt. Wir brauchen sicherlich einen Spieler mit solchen Eigenschaften. Der Markt ist offen und wir arbeiten an Verstärkungen.“ Selahi absolvierte von 2021 bis letztes Jahr in Rijeka 153 Einsätze mit neun Toren und vier Vorlagen und gewann das Double, und er arbeitete von 2019 bis 2021 mit Garcia in Twente zusammen.

Häufige Fragen
Wann und wo findet das Spiel Hajduk - Istra 1961 statt? +
Das Spiel des 2. Spieltags der SuperSport HNL findet am Sonntag, den 9. August 2026, um 21:00 Uhr im Stadion Poljud in Split statt.
Wie ist die Form von Hajduk vor dem Spiel? +
Hajduk hat in den letzten fünf Spielen zwei Siege (gegen Žalgiris und Pafos) und drei Niederlagen (gegen Varaždin, Žilina und Pafos) eingefahren.
Wer ist laut Wettanbietern der Favorit? +
Die Wettanbieter schätzen die Siegwahrscheinlichkeit von Hajduk auf etwa 72 Prozent.
Wie ist die Bilanz zwischen Hajduk und Istra? +
Seit 2009 gab es 62 direkte Duelle. Hajduk gewann 36 Mal, Istra 13 Mal, das letzte Aufeinandertreffen endete 3:1 für Hajduk.

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