Halbinsel platzt aus allen Nähten
Der Bürgermeister von Zadar war zu Gast bei Radio Zadar und gab einen Überblick über die Wasserversorgung während der Tourismussaison und kündigte notwendige Änderungen der Verkehrsregelung in der Altstadt an.
Der Bürgermeister von Zadar war zu Gast bei Radio Zadar und gab einen Überblick über die Wasserversorgung während der Tourismussaison und kündigte notwendige Änderungen der Verkehrsregelung in der Altstadt an.
Der Bürgermeister von Zadar, Šime Erlić, hat am Dienstag in der Sendung von Radio Zadar eine beruhigende Botschaft an die Bürger und zahlreiche Touristen gesendet: Wassersperrungen in der Stadt und der Gespanschaft sind nicht in Sicht, und das Wasser aus den Leitungen ist vollkommen gesundheitlich unbedenklich. Dennoch warnte er, dass der Druck der Tourismussaison die gesamte Verletzlichkeit der bestehenden Infrastruktur offengelegt habe.
"Es wird keine Notwendigkeit für Sperrungen geben. Derzeit ist das System stabil", so Erlić nach einer Reihe von Konsultationen mit der Leitung der Wasserversorgung und den Fachdiensten. Er räumte ein, dass die Wasserstände nicht auf hohem Niveau seien, aber entscheidend sei, dass das System unter Kontrolle sei. Der erste große Ansturm der Saison habe bereits Druckabfälle und Probleme mit der Wasserverfügbarkeit in einigen Teilen der Gespanschaft verursacht, weshalb die Wasserversorgung zu einem rationalen Verbrauch aufgerufen habe. Die Situation habe sich durch eine bessere Optimierung der Brunnenbetriebe und einen erhöhten Zufluss stabilisiert.
Erlić beschrieb anschaulich, womit das zadarische Wasserversorgungssystem konfrontiert ist. "Unsere Nutzerzahl steigt in der Saison schlagartig um das Zehnfache. Das geht nicht allmählich. Es kommen entscheidende Wochenenden, viele Touristen, und das ist ein großer Schlag für das System", betonte er. Die langfristige Lösung sieht er in einem kapitalen Infrastrukturprojekt, dem Bau einer neuen Wasserleitung und der Zuführung von Wasser aus dem Fluss Zrmanja. An diesem Projekt werde bereits in Abstimmung mit der Regierung gearbeitet, doch er warnt, dass die Umsetzung Jahre dauern werde, da das bestehende Netz zu großen Teilen alt sei und erhebliche Wasserverluste erleide.
Mit Blick auf die Besorgnis der Bürger über Informationen zu Umweltverschmutzungen, insbesondere im Gebiet von Lika und Benkovac, war der Bürgermeister deutlich. "Unser Wasser in Zadar und unserer Gespanschaft ist zum Trinken und für andere Zwecke geeignet", sagte Erlić und fügte hinzu, dass er selbst täglich Leitungswasser trinke. Er betonte, dass das Institut für öffentliche Gesundheit kontinuierlich Analysen durchführe und jede Veränderung der Wassereigenschaften offiziell festgestellt und öffentlich bekannt gegeben würde. Was die aktuellen Informationen über Verschmutzungen betreffe, war Erlić vorsichtiger und erklärte, er habe nicht genügend direkte Informationen, um Schlussfolgerungen über das Ausmaß des Problems zu ziehen, und erwarte weitere Analysen aller Umweltfaktoren.
Im zweiten Teil des Auftritts sprach Erlić das drängende Verkehrsproblem an. Die kürzliche Verkehrsbeschränkung auf der Halbinsel nannte er eine Art Test und sagte, Zadar müsse sich in Richtung eines Modells mit weniger Autos in der Altstadt bewegen. "Es ist unmöglich, in der Altstadt der Halbinsel eine so große Anzahl von Autos in einer gegebenen Zeiteinheit zu ertragen", erklärte er. Laut Untersuchungsdaten kommen in der Spitzenzeit in einer Stunde etwa tausend Autos zur Halbinsel, und sogar 70 Prozent dieses Verkehrs sind Touristen.
Der Bürgermeister ist sich bewusst, dass es nicht realistisch ist, den Bau aller notwendigen Parkplätze vor der Änderung der Verkehrsregelung zu erwarten. Deshalb müssen sich nach seinen Worten Parken, Regulierung und öffentlicher Verkehr parallel entwickeln. Ziel ist es, den Fahrern klar zu sagen, dass sie nicht in den verstopften Kern fahren, sondern alternative Parkplätze in den Gebieten Relja, Voštarnica, Brodarica, Kampus, TIZ, City Galleria und anderen Standorten außerhalb des engsten Kerns nutzen sollen. Geplant sind auch ein stärkerer Einsatz von Kameras, automatischer Zählung und Systemen zur Information der Fahrer über die Auslastung der Parkplätze.