Marko Pajač, der 33-jährige Linksverteidiger von Lokomotiva, war einer der Schlüsselakteure beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft gegen Gorica in der zweiten Runde der SuperSport HNL. Sein Auftritt ist eine weitere Bestätigung einer unglaublichen Karriere-Wiedergeburt, die vor nur zwei Jahren aufgrund einer schweren Verletzung stark in Frage gestellt war.
Vorlage, Standardsituation und fast das Saison-Highlight
Pajač zeigte gegen Gorica den ganzen Reichtum seines Talents und seiner aktuellen Form. Bereits in der 12. Minute fand er mit einer präzisen Flanke von der linken Seite Mirko Marić, der per Kopf zum 1:0 traf. Sein Einfluss setzte sich in der 40. Minute fort, als sein Freistoß für Wirbel im Strafraum sorgte und der Ball schließlich ins Netz ging, nachdem Ante Kavelj von Gorica ihn ins eigene Tor abgefälscht hatte.
In der zweiten Halbzeit, genauer gesagt in der 74. Minute, verpasste Pajač nur knapp eines der schönsten Tore des Saisonstarts. Er versuchte, den Torhüter Davor Matijaš direkt von der Ecke aus zu überraschen, aber sein Versuch wurde dennoch pariert. Mit diesem Sieg holte Lokomotiva nach zwei gespielten Runden die maximale Punktzahl von sechs Zählern.
Von der schweren Verletzung zur Idealelf der Liga
Pajačs Weg zum Status eines der besten Spieler der Liga war alles andere als einfach. Im Oktober 2023, als er noch für das italienische Reggiana spielte, riss er sich das vordere Kreuzband. Diese Verletzung gefährdete ernsthaft die Fortsetzung seiner Karriere. Nach der Genesung und der Vertragsauflösung mit Genoa kehrte er im September 2024 nach zehn Jahren im Ausland, hauptsächlich in Italien, wo er für Vereine wie Cagliari, Empoli und Brescia spielte, zu Lokomotiva zurück.
In einem Interview mit Index.hr kurz nach seiner Rückkehr erklärte Pajač, dass sein Ziel sei, "seine Karriere aufzufrischen". Er hat mehr als das getan. Die vergangene Saison war eine seiner besten in seiner Karriere. In der SHNL erzielte er sechs Tore und gab sechs Vorlagen und wurde damit zu einer der wichtigsten Offensivwaffen von Trainer Nikica Jelavić. Seine Leistungen blieben nicht unbemerkt - das CIES Football Observatory nahm ihn in seine statistische Idealelf der Liga auf, und anschließend wurde er auch in die offizielle Top-Elf der Meisterschaft gewählt, die von einem Expertengremium, den Klubs und dem Publikum bestimmt wurde. Er war der einzige Spieler von Lokomotiva in dieser Runde.
Belohnung in Form eines langfristigen Vertrags
Obwohl er im Mai 33 Jahre alt wurde und keinen großen zukünftigen Wiederverkaufswert hat, erkannte Lokomotiva seine unschätzbare Bedeutung für das Team. Ende Juni unterschrieb er einen neuen Dreijahresvertrag, der ihn bis zum Sommer 2029 an den Verein bindet. Dieser Schritt ist eine starke Bestätigung dafür, wie sehr der Verein seine Erfahrung aus der Serie A schätzt, aber auch seine aktuelle spielerische Qualität, mit der er auf dem Platz den Unterschied ausmacht.
In einem Team voller junger Talente ist Pajač nicht nur ein Veteran, der seinen Platz in der Kabine bewacht. Er ist einer der besten, aber auch erfahrensten Spieler, der gleichzeitig vielleicht die besten Leistungen seiner Karriere abruft. Seine Rückkehr in die SHNL und der Status, den er nach einer schweren Verletzung aufgebaut hat, sind eine wahre Geschichte des sportlichen Wiederauflebens.