Tesla hat in den Vereinigten Staaten einen Rückruf für mehr als 20.000 Fahrzeuge der Modelle 3 und Model Y gestartet, da die vorderen Abblendlichter nicht den geltenden Sicherheitsstandards entsprechen. Im Gegensatz zu den üblichen Tesla-Rückrufen, die in der Regel durch Software-Updates aus der Ferne behoben werden, erfordert dieser Fall einen manuellen Eingriff und den Austausch von Komponenten in einer autorisierten Werkstatt.
Überschreitung der zulässigen Beleuchtungsstärke
Der Rückruf betrifft 18.735 Fahrzeuge des Modells Y, die zwischen 2020 und 2023 produziert wurden, sowie 1.614 Fahrzeuge des Modells 3 aus den Jahren 2017 bis 2023. Die betroffenen Fahrzeuge sind mit Scheinwerfereinheiten ausgestattet, die vom Zulieferer Marelli Automotive Lighting hergestellt wurden.
Nach den technischen Vorschriften beträgt die maximal zulässige Lichtstärke 125 Candela, aber Tests im Labor ergaben, dass die Scheinwerfer in diesen Einheiten einen Wert von bis zu 230,1 Candela erreichen können. Die US-amerikanische Straßenverkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) erklärt, dass zu helle Abblendlichter die Sicht von entgegenkommenden Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern beeinträchtigen können, was die Wahrscheinlichkeit von Unfällen erhöht.
Problem besteht seit Jahren
Die Unregelmäßigkeiten bei den Teilespezifikationen bestehen bereits seit mehreren Jahren. Bereits im Jahr 2023 stellte ein kanadisches Labor bei routinemäßigen Tests fest, dass die Scheinwerfer nicht den Standards entsprechen, was später durch eine interne Überprüfung von Tesla selbst bestätigt wurde.
Als die Unregelmäßigkeiten entdeckt wurden, schlug Tesla zunächst einen Rückruf einer kleineren Anzahl von Fahrzeugen vor und reichte bei der NHTSA einen Antrag ein, um den Rückruf aller nicht konformen Modelle zu vermeiden. Das Unternehmen stützte sich dabei auf die Tatsache, dass die beanstandeten Scheinwerfer keine Unfälle oder Verletzungen verursacht hatten, obwohl es drei Garantieansprüche und einen Feldbericht zu diesem Problem gab. Die Regulierungsbehörde lehnte Teslas Antrag jedoch im Juli 2026 ab, wodurch der Rückruf unvermeidlich wurde.
Der Rückruf betrifft Fahrzeuge in den USA, und die Besitzer müssen eine Werkstatt aufsuchen, um die beanstandeten Scheinwerfereinheiten physisch austauschen zu lassen. Für kroatische Besitzer von Tesla-Fahrzeugen geben die Quellen keine konkreten Informationen darüber, ob sie von diesem Rückruf betroffen sind.