Miroslav Bošković, der legendäre Fußballer von Hajduk, verstarb am heutigen Tag vor drei Jahren. Er wurde am 3. Januar 1947 in Belgrad geboren und machte seine ersten fußballerischen Schritte in Zadar, wohin seine Eltern gezogen waren. Zadar war damals ein kleiner Klub in der Dalmatinischen Zone, doch Boškovićs Talent blieb nicht unbemerkt, sodass man in Hajduk schnell von ihm erfuhr.
Mit nur 17 Jahren kam er zu Hajduk, wo sein Talent weiter verfeinert wurde. "In Danilovgrad in Montenegro, wo er lebte, verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit der legendäre Hajduk-Fußballer Miroslav Bošković, unser lieber Galeb", verabschiedete sich Hajduk damals von seinem ehemaligen Spieler.
Debüt, das alle überraschte
Das Spiel dauerte erst fünf, sechs Minuten, als sich Šorbanovs Bewacher Žaja verletzte. Er versuchte weiterzumachen, aber es ging nicht. Auf das Feld lief stattdessen ein unbekannter, großer und schlaksiger junger Mann, bartlos und blass, ein wahres Kind. "Ach du meine Güte, wir sind verloren! Wer ist denn das jetzt?", wurde auf den Tribünen mit Sorge kommentiert. Split lernte ihn an diesem Nachmittag, dem 22. August 1965, kennen, als Hajduk Roter Stern mit 1:0 besiegte.
Es war genau Bošković. Den Vertrag mit Hajduk unterschrieb er Anfang Juli 1965, und gegen Roter Stern debütierte er am 22. August und zog das weiße Trikot nie wieder aus. Obwohl er noch nicht 18 Jahre alt war, spielte er von Spiel zu Spiel besser. "Bošković hat als Spieler einen riesigen Sprung gemacht", sagte damals Hajduks Trainer Dušan Nenković.
Nenković lobte ihn weiter: "Aus der Seniorenmannschaft von Zadar in die erste Elf von Hajduk zu springen und dabei solide zu spielen, ist keine Kleinigkeit. Er ist noch jung, vielversprechend, aber er besitzt alle Qualitäten, um sich zu einem hervorragenden Fußballer zu entwickeln. Als Sportler ist er sehr ordentlich, fleißig und diszipliniert." Bošković selbst sagte bescheiden: "Ich hatte Glück, und auch die Mitspieler haben mich hervorragend aufgenommen." Für Hajduk spielte er bis 1973 und absolvierte in acht Spielzeiten 405 Einsätze und erzielte 31 Tore.
Trophäen und Nationaltrikot
Mit Hajduk gewann er 1971 die jugoslawische Meisterschaft und war auch am Gewinn der Pokale 1967 und 1972 beteiligt. 1974 gewann er mit dem Verein sowohl den Pokal als auch die Meisterschaft, obwohl er nur wenige Spiele bestritt, da eine neue Generation der "bilih tića" unter der Führung von Tomislav Ivić auf den Plan trat.
Von Hajduk wechselte er im Oktober 1973 zu Partizan Belgrad, und nach zwei Spielzeiten ging er 1975 zum französischen Klub Angers, wo er drei Jahre verbrachte. Seine Spielerkarriere beendete er 1978 bei Sinđelić Belgrad.
Für die A-Nationalmannschaft Jugoslawiens absolvierte er sechs Einsätze. Sein Debüt gab er im Freundschaftsspiel gegen Brasilien in Belgrad am 25. Juni 1968 (0:2), und das letzte Mal trug er das Nationaltrikot in Rio de Janeiro am 9. Juli 1972 beim Unabhängigkeitspokal Brasiliens gegen Argentinien (4:2).
Kommandos, die den Titel holten
Besonders in Erinnerung geblieben ist den Hajduk-Fans die Saison 1970/71, in der der Verein nach sechzehn mageren Jahren endlich wieder die Meisterschaft gewann. Die letzten Minuten des Spiels in Novi Sad gegen Vojvodina liefen, und es stand 1:1. Hajduk griff beharrlich an, aber das Netz blieb still. Da riefen die Trainer Luštica und Beara: "Kommandos zum Aufwärmen!"
Sofort kamen Pavlica und Bošković ins Spiel. Kaum hatten sie das Feld betreten, eroberte Bošković den Ball, gefolgt von einer Flanke, Kopfball von Pavlica... und Tor! Jubelstürme. Nur sieben Tage zuvor und eine Woche später entschieden dieselben "Kommandos" zwei weitere Spiele. Das erste in Split gegen Bor, und das zweite, entscheidende, in Belgrad gegen Partizan.
Nachdem Partizan mit 3:0 geführt hatte, erzielte Bošković den dritten, ausgleichenden Treffer zum 3:3, und Buljan traf dann zum 4:3, zum Sieg und zur Meisterschaft. In Split bleibt Bošković als unermüdlicher, kämpferischer Spieler in Erinnerung, genau wie ihn die Trainer Luštica und Beara nannten: "Fußball-Kommandos".