Der Verein Tierfreunde hat den Schritt der Feuerwehrgemeinschaft der Gespanschaft Istrien begrüßt, die aufgrund extremer Hitze, anhaltender Trockenheit und außergewöhnlich hoher Brandgefahr bis auf Weiteres die Teilnahme ihrer Einheiten am Genehmigungsverfahren für Feuerwerke ausgesetzt hat. Obwohl sie diese Entscheidung als verantwortungsvoll und notwendig bewerten, betont der Verein, dass sie einen systemischen Mangel offenlegt: Der Schutz von Bürgern, Tieren und Eigentum sollte nicht auf Einzelbewertungen lokaler Feuerwehrgemeinschaften beruhen.
„Wir begrüßen die Entscheidung der istrischen Feuerwehrleute, die am besten wissen, wie eine unverantwortliche Handlung katastrophale Folgen haben kann. Wir sind der Ansicht, dass eine Gesetzesänderung erforderlich ist, die die Verwendung von Feuerwerk und anderer Pyrotechnik konkret auf dem gesamten Gebiet Kroatiens einschränkt. Wir sollten nicht auf Brände warten, um Bürger, Tiere und Umwelt zu schützen“, so die Botschaft des Vereins.
Mehr als 500 Feuerwerke pro Jahr
Laut Statistiken des Innenministeriums wurden im Jahr 2024 in Kroatien 594 öffentliche Feuerwerke veranstaltet. Das sind im Durchschnitt mehr als eines pro Tag, und ihre Konzentration steigt besonders während der Tourismussaison: Allein im Juli wurden 117 und im August 113 verzeichnet. Die Tierfreunde weisen dabei darauf hin, dass der Begriff „öffentliche Feuerwerke“ oft eine falsche Wahrnehmung erzeugt, da in Wirklichkeit ein großer Teil davon für private Feierlichkeiten wie Hochzeiten, touristische Veranstaltungen und Gästeempfänge organisiert wird.
„Über 500 Feuerwerke pro Jahr sind eine wahnsinnig hohe Zahl. Besonders inakzeptabel ist, dass Bewohner und Tiere in Touristenorten den ganzen Sommer über Feuerwerke ertragen müssen. Solche Veranstaltungen sind nicht von öffentlichem Interesse, sondern schaden der Gemeinschaft“, betonen sie vom Verein. Sie fügen hinzu, dass sie im Sommer regelmäßig Beschwerden von Bewohnern touristischer Orte über Feuerwerke erhalten, die mancherorts fast jede Woche stattfinden, mit Belästigung, Angst bei Tieren und Umweltverschmutzung.
Vorschlag: höchstens drei Feuerwerke pro Jahr und Gemeinde
Als konkrete Maßnahme schlägt der Verein eine Gesetzesänderung vor, die die Anzahl der Feuerwerke in jeder lokalen Gemeinschaft auf höchstens drei pro Jahr begrenzt. Dies würde ihrer Meinung nach deren übermäßige und unnötige Verwendung beenden. Sie erinnern auch daran, dass ihre Initiativen für eine strengere Regulierung von Pyrotechnik Unterstützung von der Kroatischen Feuerwehrgemeinschaft erhalten, was bestätigt, dass es sich nicht nur um Tierwohl und Lärmschutz handelt, sondern auch um eine ernste Frage der Sicherheit von Menschen, Eigentum und Umwelt.
Weitere Forderungen des Vereins umfassen ein vollständiges Verbot lauter Pyrotechnik mit einer Stärke, die gleich oder größer ist als die bereits verbotenen Böller und Knaller, die Abschaffung von Werbung und Verkauf pyrotechnischer Mittel in Gemischtwarenläden sowie die Erlaubnis zur Verwendung ausschließlich von Lichtpyrotechnik, und zwar nur während zwei Stunden in der Silvesternacht. Sie fordern auch die Abschaffung der sogenannten Pyrotechnik-Tage, also des Zeitraums vom 27. Dezember bis 1. Januar, in dem deren Verwendung derzeit erlaubt ist, obwohl, wie sie anführen, der eigentliche Anlass zum Feiern nur an Silvester besteht.
Abschließend betonen die Tierfreunde, dass der Schritt aus Istrien als klares Signal verstanden werden sollte, dass die bestehenden Vorschriften nicht ausreichen, und rufen die zuständigen Institutionen auf, diese weiter zu verschärfen, um auf gesamter staatlicher Ebene den Schutz von Bürgern, Tieren und Natur zu gewährleisten.