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Radeta: 150.000 Tonnen Abfall auf Zadars Deponie Diklo gebracht, ich fordere Dokumentation

Der unabhängige Stadtrat Daniel Radeta hat von den zuständigen Institutionen die vollständige Dokumentation über Herkunft und Zusammensetzung des Abfalls gefordert, der seit Jahren auf der Deponie in Zadar landet, und zieht dabei eine Parallele zum Skandal in Gospić.

Foto: Wikipedia (Zadar)
Kurz gesagt
  • Der unabhängige Stadtrat Daniel Radeta warnt, dass seit 2022 mehr als 150.000 Tonnen Abfall auf die Deponie Diklo in Zadar gebracht wurden.
  • Er zieht eine Parallele zum Skandal in Gospić, wo Abfall unter demselben Code (19 12 12) fälschlicherweise als ungefährlich eingestuft wurde, obwohl er gefährliche Stoffe enthielt.
  • Er hat von Čistoća Zadar, dem Ministerium und der staatlichen Inspektion alle Unterlagen angefordert, einschließlich Laboranalysen, aber seit März keine Antwort erhalten.
  • Er hat öffentlich Aufnahmen von Lastzügen ausländischer Firmen veröffentlicht, die Abfall anliefern, der auf Diklo landet.

Der unabhängige Stadtrat Daniel Radeta hat am Dienstag eine scharfe Pressemitteilung veröffentlicht und fordert dringende Antworten zu den über 150.000 Tonnen Abfall, die seit 2022 auf der Deponie Diklo gelandet sind. Er zieht eine direkte Parallele zu den jüngsten Enthüllungen in Gospić, wo Abfall fälschlicherweise als ungefährlich eingestuft wurde, und stellt die entscheidende Frage: "Ist Zadar das neue Gospić?"

Code 19 12 12 unter der Lupe

Radeta erläutert in seinem Schreiben an die Medien ausführlich, warum der Vergleich mit Gospić gerechtfertigt ist. "In Gospić wurde der Abfall als 19 12 12, ungefährlicher Abfall, geführt. Nachträgliche Analysen ergaben, dass ein Teil des Abfalls gefährliche Eigenschaften aufweist und in die Kategorie 19 12 11* gehört", erklärte er.

Anschließend wies er auf die Situation in Zadar hin: "Und auf Diklo? Allein im Jahr 2024 wurden 54.544 Tonnen Abfall unter dem Code 19 12 12 abgelagert." Genau diese Einstufung des Abfalls als ungefährlich, ohne, wie er behauptet, durchgeführte Analysen, steht im Mittelpunkt seiner Kritik.

Seit März keine Antwort

Der Stadtrat betont, dass er seit Monaten vergeblich versucht, Informationen vom kommunalen Unternehmen Čistoća Zadar zu erhalten. "Seit März fordere ich von Čistoća Zadar eine Antwort, woher dieser Abfall kam. Es gibt keine Antwort", so Radeta. Er fügte hinzu, dass er gleichzeitig Aufnahmen von Lastzügen ausländischer Firmen veröffentlicht habe, die Abfall anliefern, der dann auf Kipper umgeladen und auf der geschlossenen Deponie in Diklo entsorgt wird.

Forderung nach vollständiger Dokumentation

Um den wahren Sachverhalt zu klären, hat Radeta offiziell die vollständige Dokumentation von Čistoća Zadar, dem Ministerium und der staatlichen Inspektion angefordert. Die Anfrage umfasst ONTO-Aufzeichnungen, Daten zur Herkunft des Abfalls sowie alle Laboranalysen, die möglicherweise durchgeführt wurden.

"Die Frage ist einfach: Wer hat wann und auf der Grundlage welcher Analysen festgestellt, dass die über 150.000 Tonnen Abfall, die seit 2022 auf Diklo gelandet sind, keine gefährlichen Stoffe enthielten?", fragt sich Radeta in der Mitteilung.

Abschließend sagt er, dass nach dem Fall Gospić ein bloßer Verweis auf Papiere nicht mehr ausreiche. "Wenn Analysen durchgeführt wurden, sollen sie sie sofort veröffentlichen! Wenn nicht, muss jemand erklären, wer und wie jahrelang zugelassen hat, dass über 150.000 Tonnen Abfall ohne echte Überprüfung seiner Zusammensetzung auf Diklo landen", heißt es in Radeas Veröffentlichung.

Häufige Fragen
Wie viel Abfall wurde seit 2022 auf Diklo abgelagert? +
Nach Angaben des unabhängigen Stadtrats Daniel Radeta sind seit 2022 mehr als 150.000 Tonnen Abfall auf der Deponie Diklo gelandet.
Warum wird der Fall in Zadar mit dem in Gospić verglichen? +
In Gospić wurde der Abfall zunächst unter dem Code 19 12 12 als ungefährlich eingestuft, aber spätere Analysen zeigten, dass er gefährliche Eigenschaften aufweist. Radeta behauptet, dass derselbe Code für ungefährlichen Abfall auch für große Mengen auf Diklo verwendet wird, ohne durchgeführte Analysen.
Von wem hat Radeta die Dokumentation angefordert? +
Die offizielle Anfrage nach vollständiger Dokumentation, einschließlich Herkunft des Abfalls und Laboranalysen, wurde an Čistoća Zadar, das zuständige Ministerium und die staatliche Inspektion gerichtet.
Hat Čistoća Zadar auf die Anfragen von Stadtrat Radeta geantwortet? +
Nach Angaben von Daniel Radeta fordert er seit März 2026 eine Antwort von Čistoća Zadar zur Herkunft des Abfalls, hat aber bisher keine erhalten.

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