Nach jahrelangen Appellen aus der Praxis haben Viehzüchter, Olivenbauern und andere Bewohner der Inseln Susak und Unije das Ende ihrer verkehrlichen Isolation erlebt. Die kroatische Landwirtschaftskammer (HPK) startete eine Initiative, die zur Einrichtung einer regelmäßigen Fährverbindung von Mali Lošinj führte und damit eines der zentralen Hindernisse für die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Aktivitäten in diesen Teilen des Kvarner beseitigte.
Die erste Überfahrt fand vor etwa zehn Tagen Ende Juli 2026 statt, als sich außer der Besatzung niemand an Bord befand. Aus diesem Anlass veröffentlichte die Kammer eine offizielle Mitteilung, in der betont wurde, dass die Entscheidung gerade deshalb getroffen wurde, weil man auf die Rufe der Inselbewohner reagiert und die Diskussion in den Sitzungen des Inselrats angestoßen hatte.
Versorgung und Vermarktung von Vieh waren jahrzehntelang blockiert
Das Fehlen eines geeigneten Schiffsverkehrs brachte die lokalen Erzeuger in eine nahezu ausweglose Situation. Die Beschaffung notwendiger Futtermittel und der organisierte Transport von Tieren zu Schlachthöfen oder Märkten waren äußerst kompliziert, was direkt das Aussterben der grundlegenden landwirtschaftlichen Tätigkeit auf den Inseln bedrohte, heißt es in der Mitteilung der HPK.
Den Antrag auf Einführung der Linie richtete die Kammer an das Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur, das Ministerium für regionale Entwicklung und EU-Fonds, die Agentur für Küstenlinien-Seeverkehr sowie an die nationale Reederei Jadrolinija.
Mihelić: Erstes greifbares Ergebnis meiner Amtszeit
Der Präsident der HPK, Željko Mihelić, betonte, dass die Lösung dieser Frage den ersten konkreten Erfolg der Kammer seit seinem Amtsantritt darstellt.
"Es freut mich außerordentlich, dass das Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur schnell reagiert und das Problem, das die Landwirte auf den Inseln jahrzehntelang geplagt hat, so prompt gelöst hat. Und das ist die eigentliche Aufgabe der kroatischen Landwirtschaftskammer, die Lösung konkreter Probleme. Die Landwirtschaft auf den Kvarner-Inseln hat einen enormen Wert, nicht nur aus wirtschaftlicher, sondern auch aus demografischer und traditioneller Sicht", so Mihelić.
Er dankte Premierminister Andrej Plenković und den Mitgliedern des Inselrats, die, wie er sagte, offen für den Dialog und bereit waren, die Stimmen direkt aus der Praxis anzuhören. Damit beweise die HPK, dass durch solches Engagement die Probleme der Inselbewohner endlich auf die Entscheidungsebene gebracht werden. Er kündigte auch an, den Druck zur Beseitigung infrastruktureller und administrativer Hindernisse, mit denen die einheimischen Landwirte konfrontiert sind, fortzusetzen.
Fähre "Laslovo" fährt jeden Donnerstag
Die Route ist ausschließlich für den Frachttransport vorgesehen und wird regelmäßig donnerstags bedient. Für die Überfahrt ist die Fähre "Laslovo" im Besitz von Jadrolinija zuständig. Die planmäßige Abfahrt in Mali Lošinj ist um 9:00 Uhr, danach folgt die Abfahrt in Unije um 11:10 Uhr und die Ankunft in Susak um 12:25 Uhr.
Die Rückfahrt startet in Susak um 13:25 Uhr, von Unije legt sie um 14:55 Uhr ab und erreicht Mali Lošinj um 16:45 Uhr. Im Fahrplan ist angegeben, dass diese Linie bis auf Widerruf gilt.