Mate Rimac, Gründer und Eigentümer von Bugatti Rimac, veröffentlichte auf seinem Profil die Tabelle von Lider mit den größten kroatischen Exporteuren und hob dabei besonders das Ergebnis seines Unternehmens hervor. Laut Daten, die von Teleskop.hr übermittelt wurden, erzielte Bugatti Rimac im Jahr 2025 Gesamteinnahmen von 391,2 Millionen Euro, wovon sogar 369,1 Millionen Euro als Export verbucht werden. Das bedeutet, dass mehr als 94 Prozent der Einnahmen des Unternehmens aus dem Ausland stammen.
Auf den ersten Blick ist dies ein beeindruckendes Ergebnis, das Bugatti Rimac mit Sitz in Kerestinec zu den größten kroatischen Exporteuren macht. Laut Daten von Fina stiegen die Gesamteinnahmen deutlich um über 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während der Nettogewinn 114 Millionen Euro überstieg.
Zwei mögliche Szenarien hinter der Exportzahl
Die Exportzahl selbst sagt jedoch nicht aus, was genau exportiert wurde. Der Autor des Artikels, Dražen Ćurić, nennt für Teleskop.hr zwei mögliche Szenarien. Das erste Szenario, das für die heimische Industrie äußerst beeindruckend wäre, ist, dass Bugatti Rimac aus Kroatien Verkäufe im Wert von Hunderten Millionen Euro erzielt hat, einschließlich Autos, Komponenten, Technologie und Entwicklungsdienstleistungen, und zwar an Kunden weltweit, die nicht mit dem Unternehmen verbunden sind. In einem solchen Fall handelt es sich um einen sehr starken tatsächlichen Export eines kroatischen Unternehmens.
Das zweite mögliche Szenario ist ebenfalls buchhalterisch völlig akzeptabel, hat aber eine andere Bedeutung. Bugatti Rimac ist Teil eines internationalen Geschäftsnetzwerks, das mit der Rimac Group, Porsche und Bugattis Aktivitäten in Frankreich verbunden ist. Wenn das kroatische Unternehmen Rechnungen für Teile, Lizenzen, Entwicklungsdienstleistungen oder andere Rechte an verbundene Unternehmen im Ausland ausstellt, können solche Transaktionen ebenfalls als Export verbucht werden. Dies deutet nicht auf Unregelmäßigkeiten im Geschäft hin, ist aber nicht dasselbe, als wenn Waren und Dienstleistungen im Wert von 369 Millionen Euro bei unabhängigen ausländischen Kunden landen.
Was öffentliche Daten nicht preisgeben
Derzeit lässt sich aus öffentlich zugänglichen Daten nicht feststellen, welcher Teil des Exports auf das eine und welcher auf das andere Szenario entfällt. Um eine Antwort zu erhalten, müssen die detaillierten Anmerkungen zu den Finanzberichten geprüft werden, insbesondere jene, die sich auf Einnahmen von verbundenen Unternehmen und die geografische Verteilung der Verkäufe beziehen.
Rimacs Daten wirken wie ein großer Geschäftserfolg, aber die eigentliche Frage kommt erst noch: Was steckt tatsächlich hinter den 369 Millionen Euro kroatischem Export von Bugatti Rimac?