Was ein weiterer ruhiger Sonntag auf dem Meer hätte sein sollen, wurde zu einer Szene, die Segler schockierte. Ein Leser des Portals Morski HR dokumentierte am Sonntagnachmittag, dem 10. August 2026, einen beispiellosen Akt verantwortungslosen Verhaltens auf einer der meistbefahrenen Adria-Routen.
"Todesmutig" über die Fahrrinne
Das Video zeigt eine Gruppe von vier Erwachsenen, die auf einem einzigen SUP-Board von der Insel Prvić in Richtung Srima paddeln. Doch was alle Anwesenden besonders schockierte, ist die Tatsache, dass sie ein Kind in einem gewöhnlichen aufblasbaren Kinderstrandboot hinter sich herzogen. Die gesamte ungeschützte Kolonne durchquerte den Kanal von Šibenik, eine Wasserstraße, die täglich von Yachten, Motorbooten, Fähren und Ausflugsschiffen befahren wird.
"Heute Nachmittag waren wir mit dem Boot auf Prvić. Dieses Team, vier Personen locker auf einem SUP-Board, und dahinter ein kleines aufblasbares Strandboot mit einem Kind darin. Und direkt Richtung Srima, ‚todesmutig' über einen der verkehrsreichsten Kanäle Dalmatiens, sofort", erzählte der entsetzte Leser, der dieses gefährliche Unterfangen filmte.
Ein Psychiater hätte einiges zu sagen
Die Ungläubigkeit unter den versammelten Seglern gipfelte in einer kurzen und scharfen Bemerkung eines Zeugen. "Es gibt keine Normalen, nur sind nicht alle untersucht. Das würde ein Psychiater sagen", sagte der Leser von Morski HR und fasste damit das Gefühl der Ungläubigkeit zusammen, das unter den Zeugen dieses riskanten Manövers herrschte.
Appell und ignorierte Regeln
Dieser Vorfall ist einer von vielen, die die Hafenbehörde und Experten dazu zwingen, ständige Warnungen zu wiederholen. Nutzer von SUP-Boards und aufblasbaren Spielzeugen werden Jahr für Jahr aufgefordert, den 300-Meter-Streifen von der Küste nicht zu verlassen. Das Überqueren von Fahrrinnen, insbesondere von stark befahrenen wie dem Kanal von Šibenik, stellt ein enormes Risiko dar. Ein einziger plötzlicher Wellenschlag eines größeren Schiffes, eine Windböe oder ein Moment der Unachtsamkeit genügen, um das Kinderboot zum Kentern zu bringen, und die Folgen in einer so verkehrsreichen Umgebung können tödlich sein.