Die Vereinigten Staaten und der Iran haben sich grundsätzlich auf eine Verlängerung der vorübergehenden 60-tägigen Waffenruhe geeinigt, die am 17. August 2026 ausläuft, bestätigten pakistanische Regierungsquellen, die dem Vermittlungsprozess nahestehen. Beide Seiten haben ihre Zustimmung offiziell an internationale Vermittler übermittelt, jedoch laufen weiterhin aktive Kontakte, um die genaue Dauer der verlängerten Waffenruhe festzulegen.
Quellen gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu gaben an, dass weder Washington noch Teheran bisher formelle öffentliche Erklärungen zur Verlängerung abgegeben haben. Die Vereinbarung erfolgt im Rahmen des Islamabad-Memorandums über Verständigung, dessen derzeitige Frist auf den 17. August festgelegt ist.
Der Weg vom Abkommen zum Stillstand und zur Eskalation
Zur Erinnerung: Die USA und der Iran hatten sich im April 2026 unter Vermittlung Pakistans auf eine Waffenruhe geeinigt, und am 17. Juni desselben Jahres wurde auch das entscheidende Islamabad-Abkommen erzielt. Damit wurde eine 60-tägige Verhandlungsphase mit dem Ziel eingerichtet, eine endgültige, dauerhafte Lösung zur Beendigung des Konflikts zu erreichen.
Die Verhandlungen gerieten jedoch bald ins Stocken bei Fragen der Sicherheitsgarantien und der Freiheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten strategischen Routen der Welt für die globale Energieversorgung und den Handel. Der Stillstand entwickelte sich anschließend zu einer dramatischen Eskalation der Feindseligkeiten.
Austausch von Militärschlägen im Juli
Im Zeitraum vom 8. bis 24. Juli 2026 tauschten die USA und der Iran Militärschläge aus. Washington führte Angriffe auf Ziele innerhalb Irans durch, während Teheran mit Angriffen auf das, was es als amerikanische Militäreinrichtungen und -ausrüstung in mehreren arabischen Ländern, darunter Jordanien, Bahrain und Kuwait, bezeichnete, zurückschlug.
Die neue Vereinbarung zur Verlängerung der Waffenruhe stellt einen Versuch dar, zum diplomatischen Prozess zurückzukehren und eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu vermeiden, jedoch bleiben die entscheidenden Streitpunkte, die zum Stillstand führten, weiterhin offen.