Die SPD der Gespanschaft Split-Dalmatien hielt am Samstag, dem 9. August 2026, eine Sitzung des Präsidiums in Sinj ab, auf der ein ehrgeiziger Plan zur Lösung der verkehrlichen Isolation der Dalmatinischen Zagora vorgestellt wurde. Der zentrale Vorschlag betrifft die Initiative für die Dalmatinische S-Bahn, ein modernes Vorortbahnsystem, das in der ersten Phase Split, Solin, Dugopolje, Dicmo und Sinj verbinden soll.
Die Partei übte dabei scharfe Kritik an den Prioritäten der Gespanschaft und zog einen Vergleich mit den kürzlich bereitgestellten 12 Millionen Euro für das Stadion in Vučevica. "Wenn die Gespanschaft Split-Dalmatien 12 Millionen Euro für ein Stadion in Vučevica bereitstellen kann, dann muss sie auch den Ehrgeiz und die Mittel haben, eine Machbarkeitsstudie für ein Projekt zu starten, das täglich von Zehntausenden Einwohnern der Dalmatinischen Zagora und des weiteren Splitter Raums genutzt werden wird", so die SPD.
Plan für das 21. Jahrhundert
Nach ihrer Vorstellung könnte das Projekt nach der ersten Phase auch auf Trilj und die Imotska krajina ausgeweitet werden. Auf der nächsten Sitzung der Gespanschaftsversammlung wird die SPD sofort einen Beschluss vorschlagen, mit dem die Gespanschaft aufgefordert wird, mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für das genannte Projekt zu beginnen.
Nach Ansicht der SPD zeigen die täglichen Verkehrsstaus auf der Zufahrt nach Split aus Richtung Sinj sowie aus anderen Teilen der Gespanschaft, dass der Bau neuer Straßen nicht mehr ausreicht. Als Lösung betonen sie ein stärkeres Schienensystem, das den Bürgern einen schnelleren, zuverlässigeren und umweltfreundlicheren öffentlichen Nahverkehr ermöglichen soll.
"Die Dalmatinische Zagora fordert keine Privilegien, sondern gleiche Entwicklungschancen. Verkehr ist nicht nur eine Frage der Straßen, er ist eine Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und eine bessere Lebensqualität. Es ist Zeit für eine Verkehrsvision des 21. Jahrhunderts", so die SPD der Gespanschaft Split-Dalmatien.
Umfassenderes Paket an Verkehrsforderungen
Neben dem Ausbau der Schieneninfrastruktur fordert die SPD auch eine beschleunigte Fertigstellung der Schnellstraße Zagvozd, Imotski, einen klaren Zeitplan für den Bau der Umgehungsstraße von Sinj sowie die Erstellung einer einheitlichen Verkehrsstrategie, die Straßen-, Bus- und Schienenverkehr miteinander verbindet.
Die Forderungen umfassen auch die Einführung eines integrierten Tarifmodells für den öffentlichen Nahverkehr sowie eine außerordentliche Überprüfung des technischen Zustands der Busse, die durch die Dalmatinische Zagora fahren, bei gleichzeitiger Fortsetzung der Finanzierung sichererer Staatsstraßen und Umgehungsstraßen. Die SPD betont, dass der Schutz der Bürger Vorrang vor jeglichen kommerziellen Interessen haben muss.