Der Sonntag war für die Mitglieder der HGSS-Station Šibenik alles andere als ruhig. Nachdem sie den Tag mit der Suche im Gebiet von Ervenik verbracht hatten, folgte eine neue, dringende Meldung, die sie zur Dinara führte, wo sie mitten in der Nacht zwei desorientierte ausländische Staatsbürgerinnen retteten.
Zuerst Ervenik: Suche nach einem vermissten Einheimischen
Die erste Aktion begann gegen 14 Uhr, als ein besorgter Einheimischer über das Zentrum 112 der Gespanschaft das Verschwinden seines Nachbarn aus Ervenik meldete. Wie der Šibenik-Kanal berichtet, hatte er den Nachbarn seit mehreren Tagen nicht gesehen. Sofort machten sich vier Retter mit einer Drohne auf den Weg und begannen, das Gebiet zu durchsuchen. Nach einiger Zeit erhielt die Polizei neue operative Erkenntnisse, wodurch der Einsatz der HGSS-Mitglieder in Ervenik beendet war und sie nach Hause zurückkehren konnten. Doch für einen Teil des Teams war die Ruhe nur von kurzer Dauer.
Nächtlicher Anruf von der Dinara
Kurz vor 21:30 Uhr ging eine neue Meldung vom Zentrum 112 der Gespanschaft ein. Zwei ausländische Staatsbürgerinnen hatten sich irgendwo im Gebiet von Martinova košara auf der Dinara verirrt und in einem panischen Anruf um Hilfe gebeten. Die Verbindung wurde bald unterbrochen, und es gab bis 22 Uhr keine weiteren Informationen, als die Retter erneut Kontakt mit den Frauen aufnahmen. Sie waren nicht verletzt, aber unterkühlt und völlig desorientiert. Der entscheidende Moment war, als sie ihren Standort senden konnten, woraufhin sie die klare Anweisung erhielten, an ihrem aktuellen Ort zu bleiben.
Zwei Retter machten sich sofort auf den Weg. Mit Proviant und Getränken für die Verletzten ausgestattet, begannen sie den Aufstieg zur Dinara. Die verlorenen Frauen fanden sie um 1:30 Uhr. Nachdem sie ihnen Erste Hilfe geleistet, warme Kleidung gegeben und ihnen ermöglicht hatten, sich zu stärken, machten sie sich auf den Rückweg nach Glavaš, dem Ausgangspunkt des Aufstiegs. Die gesamte Aktion endete am Morgen gegen 4 Uhr, als alle sicher ihr Ziel erreichten.
Appell der HGSS: "Unfälle passieren nicht nur anderen"
Nach einer weiteren anspruchsvollen Nacht richtete die HGSS eine wichtige Warnung an alle Bergsteiger und Ausflügler. Sie betonen, dass man sich auf jeden Ausflug in die Natur, auch wenn er einfach erscheint, gut vorbereiten sollte. Im Wanderrucksack sollte immer Platz für wärmere Kleidung, ausreichend Wasser und ein voll aufgeladenes Handy sein. "Denken Sie an die Ratschläge, Unfälle passieren nicht nur anderen", appellierten die Bergretter aus Šibenik. Eine einfache Vorbereitung kann entscheidend sein, besonders wenn es in den Bergen dunkel wird und man die Orientierung verliert, und aus einem geplanten Ausflug eine dramatische Situation wird.