HR EN DE
NEWS SPORT BIZNIS SCENA LIFESTYLE TECH

Hohe Sicherheit in der Adria trotz 120.000 einheimischer und 50.000 ausländischer Boote

Der Direktor der Schifffahrtssicherheit, Siniša Orlić, bewertete am 12. August die Sicherheit in der Adria trotz des rekordverdächtigen Bootsverkehrs als hoch und kündigte die Einführung des innovativen Systems Safe Sea zur Erkennung von Regelverstößen an.

Foto: Wikipedia (Nautički turizam)
Kurz gesagt
  • In der Adria befinden sich auf dem Höhepunkt der Saison 120.000 einheimische und 50.000 ausländische Boote.
  • Der Direktor der Schifffahrtssicherheit, Siniša Orlić, bewertete die Sicherheit trotz des hohen Verkehrs als hoch.
  • Kroatien entwickelt das System Safe Sea zur Erkennung von Regelverstößen auf See, das erste seiner Art in Europa.
  • Die Strafen für Gleiten betragen 400 bis 6000 Euro, und der Schwerpunkt liegt auch auf der Bildung der Bootsfahrer.

Während des Höhepunkts der Bootssaison befinden sich in der Adria etwa 120.000 einheimische und 50.000 ausländische Boote, wobei über 700.000 Ein- und Ausfahrten von Schiffen registriert wurden, ohne Yachten, Boote und andere kleinere Wasserfahrzeuge einzubeziehen. Trotz dieses Andrangs versichert der Direktor der Schifffahrtssicherheit im Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur, Siniša Orlić, der Öffentlichkeit, dass die Lage unter Kontrolle ist.

Untersuchungen des Instituts für Tourismus, so Orlić, zeigen, dass ausländische Bootsfahrer als Hauptgrund für die Wahl der Adria die Vielfalt und Schönheit der Küste angeben, gefolgt von der Sicherheit der Schifffahrt. "Angesichts des Verkehrs, den wir haben, und der Verkehrsdichte denke ich, dass die Sicherheit in der Adria groß ist", erklärte Orlić gegenüber HRT.

Hafen von Hvar unter Druck: 28 Katamarane in 12 Stunden

Orlić erläuterte, dass die Situation auf See im August besonders herausfordernd ist, sowohl wegen Such- und Rettungsaktionen als auch wegen Verstößen im Zusammenhang mit der Sicherheit der Schifffahrt. Die mittlere Adria ist am stärksten belastet, während der Verkehr in der nördlichen Adria und in Istrien etwas geringer ist.

Als Beispiel für die Verkehrsintensität hob er den Hafen von Hvar hervor. "Einige Häfen, wie der auf Hvar, haben täglich 28 Anlegestellen für Katamarane. Das alles findet in einem Zeitraum von 12 Stunden statt", sagte Orlić.

Strafen bis zu 6000 Euro und Fokus auf Bildung

In denselben Gebieten treffen große Schiffe, die internationalen Konventionen und kroatischen Gesetzen unterliegen, auf Freizeitboote, deren Status nicht unbedingt auf internationaler Ebene geregelt ist. Orlić warnt, dass man auf See, ähnlich wie auf Straßen, sowohl verantwortungsbewusste als auch rücksichtslose Verkehrsteilnehmer finden kann.

Die Strafen für eine der häufigsten Verstöße, das Gleiten (Glisieren), reichen von 400 bis 6000 Euro. Weitere häufige Verstöße sind die Gefährdung von Badegästen, das Fahren ohne entsprechende Genehmigungen und Überladung von Booten. "Wer ein Jet-Ski mietet oder in ein Schnellboot steigt, sollte sich bewusst sein, dass er sich selbst und Menschen in seiner Umgebung gefährden kann", warnte Orlić und fügte hinzu, dass der Schwerpunkt der zuständigen Behörden nicht nur auf Bestrafung, sondern auch auf Bildung und Sensibilisierung der Bootsfahrer liegt.

Safe Sea: Kroatien als erstes Land in Europa mit neuem System

Die Behörden haben verschiedene Technologien zur Erkennung gefährlichen Verhaltens auf See getestet. Geschwindigkeitsmessgeräte, wie sie die Polizei auf Straßen verwendet, erwiesen sich wegen Wellen und der Notwendigkeit, dass sich das Boot direkt auf das Messgerät zubewegt, als ineffektiv. Auch Drohnen erwiesen sich wegen komplexer Fragen der Flugverkehrskontrolle als ungeeignet.

Deshalb wird das neue System Safe Sea entwickelt, das bestehende Daten von Radar, AIS und VHF-Geräten bündeln und den Hafenkapitänen helfen soll, Regelverstöße effektiver zu erkennen. "Dieses System könnte in zwei bis drei Jahren einsatzbereit sein, und wir wären das erste Land in Europa mit einem solchen System", kündigte Orlić an.

Häufige Fragen
Wie viele Boote befinden sich derzeit in der Adria? +
Auf dem Höhepunkt der Bootssaison befinden sich in der Adria etwa 120.000 kroatische und 50.000 ausländische Boote.
Was ist das System Safe Sea? +
Safe Sea ist ein innovatives System für die Schifffahrtssicherheit, das vom Ministerium für Meer entwickelt wird und Daten von Radar, AIS und VHF-Geräten bündeln soll, um den Hafenkapitänen bei der Erkennung von Regelverstößen zu helfen.
Wie hoch sind die Strafen für Gleiten in der Adria? +
Die Strafen für Gleiten liegen zwischen 400 und 6000 Euro.
Welcher Teil der Adria ist während der Saison am stärksten belastet? +
Nach Angaben von Direktor Orlić ist besonders die mittlere Adria belastet, während der Verkehr in der nördlichen Adria und in Istrien geringer ist.

Anmelden

Zum Kommentieren müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Suchen
Beliebt
Nedavno pretraživano
helsinški sporazum
liga prvaka
digitalni mediji
Anmelden
Startseite
5MIN.hr als bevorzugte Quelle festlegen
Folge uns in den sozialen Medien
Kategorien