Russland hat am Dienstag, dem 18. August 2026, Conor Kennedy, den Sohn des US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., wegen seiner Teilnahme am Krieg in der Ukraine im Jahr 2022 auf die internationale Fahndungsliste gesetzt. Ein Gericht in Moskau gab grünes Licht für die Inhaftierung Kennedys in Abwesenheit, und die russischen Behörden werfen ihm vor, als Söldner an militärischen Aktionen gegen russische Streitkräfte beteiligt gewesen zu sein.
Nach russischem Recht drohen ihm im Falle einer Festnahme und Auslieferung an Russland sieben bis zehn Jahre Haft.
Aufenthalt an der nordöstlichen Front
Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten sprach Kennedy öffentlich über seine Erfahrungen an der Front. In einem Beitrag vom Oktober 2022 betonte er, dass er von dem, was er in der Ukraine gesehen hatte, zutiefst bewegt war und die Entscheidung traf, dorthin zu gehen. Obwohl er keine militärische Vorerfahrung hatte, sagte er, er sei körperlich und psychisch bereit gewesen, die Möglichkeit zu akzeptieren, zu sterben.
"Ich war bereit, dort zu sterben", schrieb Kennedy und beschrieb damit seine Erfahrungen in der Ukraine.
Den Konflikt in der Ukraine charakterisierte er zudem als einen Kampf, der seiner Meinung nach den Weg der Demokratie in dieser Zeit bestimmen werde. Nach seinem Eintritt in die Legion wurde Kennedy an die nordöstliche Front in der Region Charkiw geschickt, wo er einen Teil seiner Zeit verbrachte. In der Ukraine blieb er fast zweieinhalb Monate, bevor er in die Vereinigten Staaten zurückkehrte.
Rechtliche Konsequenzen und internationaler Kontext
Die Aufnahme Kennedys in die Fahndungsliste erfolgt zu einem Zeitpunkt erhöhter Spannungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten. Die russischen Behörden werfen ihm vor, als Söldner an militärischen Operationen gegen russische Streitkräfte teilgenommen zu haben, was nach russischer Gesetzgebung schwerwiegende rechtliche Konsequenzen nach sich zieht.
Bislang ist nicht bekannt, ob die Vereinigten Staaten auf diesen Schritt Moskaus reagieren werden oder ob eine Auslieferung Kennedys an Russland möglich ist. Der nächste Schritt in diesem Fall wurde nicht angekündigt.