Die Mitarbeiter der Notfallmedizin-Außenstelle in Skradin stehen in diesem Sommer unter enormem Druck. Auf dem Höhepunkt der Tourismussaison verzeichnen sie bis zu 40 Prozent mehr Einsätze als in den Wintermonaten, und das riesige Einsatzgebiet sowie der chronische Personalmangel erschweren die Lage zusätzlich. Glücklicherweise spielen medizinische Techniker mit Spezialwissen eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung des Systems.
Vom Krka bis zur Autobahn und eine Flut von Anrufen
Das Notfallteam in Skradin kümmert sich nicht nur um die lokale Bevölkerung. Ihr Verantwortungsbereich erstreckt sich vom Nationalpark Krka über das Hinterland bis nach Kistanje und umfasst auch einen Teil der Autobahn. Neben der Küste ist der Dienst stark saisonabhängig, und der Druck steigt mit jedem neuen Gast.
"Im Sommer gibt es an manchen Tagen bis zu 30, 40 Prozent mehr Einsätze und ambulante Behandlungen als im Winter", sagte Luka Muštra, medizinischer Techniker am Institut für Notfallmedizin der Gespanschaft Šibenik-Knin, gegenüber HTV. Wenn ein Notruf eingeht, machen sich die Teams auf den Weg, während der Anrufer noch mit dem Dispatcher verbunden ist.
Techniker mit ärztlichen Befugnissen in kritischen Momenten
Im Wettlauf gegen die Zeit sind medizinische Techniker entscheidend, die eine intensive einjährige Ausbildung absolviert haben. Sie haben die Befugnis, in Notfällen nach genau festgelegten Protokollen eigenständig lebensrettende Medikamente zu verabreichen. "Wir haben die Befugnis, sie nach bestimmten Protokollen ohne Arzt zu verabreichen", erklärte Muštra.
Das Problem entsteht jedoch, wenn Bürger den Notruf wegen nicht lebensbedrohlicher Zustände wählen. "Dann sind uns die Hände gebunden, denn wir dürfen nur lebensbedrohliche Zustände ohne Arzt versorgen", fügte er hinzu. Muštra betont auch, dass sich Patienten oft nicht bewusst sind, dass fast immer eine erfahrene Krankenschwester oder ein Techniker mit erstklassiger Ausbildung zusammen mit dem Arzt eintrifft.
Chronischer Personalmangel und Hoffnung auf Spezialisierungen
Neben dem erhöhten Arbeitsaufkommen kämpft die Außenstelle Skradin, wie das gesamte System, mit Personalmangel. "Wir haben jedes Jahr mit Personalmangel zu kämpfen, was die Organisation des Dienstes, das Funktionieren und die Qualität der gesamten Versorgung stark beeinträchtigt", sagte Martin Ercegovac, leitender Techniker am Institut für Notfallmedizin der Gespanschaft Šibenik-Knin.
Genau deshalb werden spezialisierte Techniker zum Rückgrat der Stabilität. Das Kroatische Institut für Notfallmedizin (HZHM) führte vor vier Jahren als erste Gesundheitseinrichtung Spezialisierungen in der Pflege ein. Bisher haben 393 Techniker im gesamten Netzwerk das Fortbildungsprogramm abgeschlossen.
Die Direktorin des Kroatischen Instituts für Notfallmedizin, Maja Grba-Bujević, glaubt, dass auch andere den Bedarf an solchem Personal erkennen werden. "Wir glauben, dass die Gespanschaftsinstitute den Bedarf erkennen und sich an das Gesundheitsministerium wenden werden, um solche Techniker weiterhin im Einsatz zu haben", sagte sie.