Versteckter Knopf im Auto, der Leben retten kann
Während einige gefährliche Drift-Videos drehen, warnen Experten vor einer entscheidenden Funktion der elektrischen Feststellbremse, die während der Fahrt aktiviert wird.
Während einige gefährliche Drift-Videos drehen, warnen Experten vor einer entscheidenden Funktion der elektrischen Feststellbremse, die während der Fahrt aktiviert wird.
Während sich im Internet Kompilationen missglückter Versuche des sogenannten "Burnouts", also des absichtlichen Durchdrehens der Räder, verbreiten, denken nur wenige über das System im eigenen Auto nach, das genau für das Gegenteil entwickelt wurde, um in kritischen Situationen Leben zu retten. Die Rede ist von einer Funktion der elektrischen Feststellbremse, von deren Existenz viele Fahrer nicht einmal wissen.
Die meisten Fahrer nutzen die elektrische Feststellbremse ausschließlich beim Parken. Viele moderne Autos sind jedoch mit einem System ausgestattet, das auch während der Fahrt ein kontrolliertes Bremsen ermöglicht. Es genügt, den Knopf zu drücken und gedrückt zu halten, und die Fahrzeugelektronik erkennt, dass es sich um eine Notsituation handelt.
Wenn die Hinterräder nicht abrupt blockieren, nutzt das Fahrzeug das Hauptbremssystem, wobei ABS und ESP den Prozess unterstützen. Ziel ist es, das Fahrzeug sicher abzubremsen und das Risiko des Schleuderns zu verringern. Bei einigen Modellen werden automatisch auch alle vier Blinker aktiviert, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen.
Diese Funktion kommt besonders zum Tragen, wenn der Fahrer während der Fahrt ein gesundheitliches Problem erleidet oder aus irgendeinem Grund das Fahrzeug nicht mehr steuern kann. In einem solchen Moment kann auch der Beifahrer zum Knopf der elektrischen Feststellbremse greifen und den Vorgang des kontrollierten Anhaltens des Autos einleiten.
Experten warnen jedoch davor, diese Funktion aus Neugier zu testen. Jeder Hersteller hat seine eigene Funktionsweise, und Anweisungen dazu finden sich im Handbuch, das mit dem Fahrzeug geliefert wird.
Die elektrische Feststellbremse arbeitet mit dem 12-Volt-Bordnetz, was bedeutet, dass eine vollständig entladene Batterie das Lösen der Bremse verhindern kann. In solchen Situationen kann das Auto ohne externe Stromversorgung oder Starthilfe oft nicht bewegt werden.
Ein weiterer Unterschied zur klassischen Handbremse betrifft die Wartung. Für den Austausch der hinteren Bremsbeläge oder Bremsscheiben erfordern viele Modelle die Aktivierung eines speziellen Servicemodus, was zu höheren Reparaturkosten führen kann.
Die meisten neuen Autos bieten auch ein automatisches Lösen der Feststellbremse beim Anfahren. Diese Funktion wird jedoch nur aktiviert, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, geschlossene Türen, angelegter Sicherheitsgurt und eingelegter Gang. Daher bedeutet ihr Ausbleiben nicht unbedingt, dass es sich um einen Defekt handelt.
Am anderen Ende des Fahrerverhaltens-Spektrums befinden sich jene, die absichtlich Drifts ausführen, bekannt als "Burnout". Wie gefährlich dies selbst unter kontrollierten Bedingungen ist, zeigt am besten eine Videokompilation, die am 4. August 2026 von Davor Kindy auf dem Portal Automania veröffentlicht wurde. Die Aufnahmen zeigen deutlich, dass bei solchen Kunststücken nicht nur die Reifen, sondern auch das eigene Auto und Leben aufs Spiel gesetzt werden.